Bild: Screenshot/Twitter
Doch es gibt auch Kritik.

Schon jetzt sind hunderttausende Menschen in North und South Carolina sowie in Virginia auf der Flucht vor Hurrikan "Florence", mindestens fünf kamen bislang ums Leben. Mehr als 930.000 Haushalte und Geschäfte sind bereits ohne Strom – dabei hat der Hurrikan gerade erst das Festland erreicht. (SPIEGEL ONLINE)

Der Wirbelsturm beschäftigt die Menschen in den USA seit Tagen. Auch dort, wo keine Schäden zu erwarten sind, wird intensiv über die Folgen von "Florence" geredet. Für besonders viel Aufmerksamkeit sorgten die Wetterberichte des Fernsehsenders "The Weather Channel".

Der Sender zeigte in den vergangenen Tagen extrem aufwendige Animationen zum Hurrikan.

Das Video zeigt die Gefahren von "Florence" wie in einem Hollywood-Film:

Dass der Clip eher an einen Film oder ein Computerspiel erinnert, ist kein Zufall: Die Sturmflut-Animiationen wurden mit dem Computerprogramm "Unreal Engine" erstellt, das eigentlich vor allem für Computerspiele wie "Fortnite" genutzt wird. (The Verge)

Das heißt: Echte Bilder der Moderatoren im Studio werden mit den Animationen aus dem Computer kombiniert – noch während der Aufnahme, teilweise auch live. Am Ende wirkt es, als stünden die Moderatoren mitten in einer Naturkatastrophe.

Schon in der Vergangenheit hatte "The Weather Channel" mit ähnlich aufwendigen Videos Aufsehen erregt. Bei einem Tornado-Video im Sommer verwendete das Unternehmen zum ersten Mal mit "Unreal" erstellte Animationen. Damals flog ein zerbeulter Mercedes ins virtuelle Studio:

Sollte man Naturkatastrophen als Infotainment zeigen?

Die Katastrophen-Videos haben "The Weather Channel" in den USA jedoch nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Kritik eingebracht. Seit Tagen werfen Zuschauer dem Unternehmen vor, Wirbelsturm "Florence" wie ein Event zu inszenieren, während Menschen in den betroffenen Regionen tatsächlich um ihr Leben fürchteten.

Zumindest einen Teil der Kritik hat sich das Unternehmen selbst zuzuschreiben. Der Grund dafür ist ein anderes "Weather Channel"-Video, das im Internet derzeit ebenfalls die Runde macht. Es zeigt, wie der Sender zu arbeiten scheint, wenn es gerade keine Animationen gibt. 

In dem kurzen Clip, den viele Zuschauer mit ihrem Handy abgefilmt haben, lehnt sich ein scheinbar todesmutiger "Weather Channel"-Reporter mit seinem ganzen Körper gegen den Wirbelsturm, während er berichtet. Doch dann spazieren plötzlich zwei Jugendliche durchs Bild, ganz mühelos. Die Inszenierung ist geplatzt.


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