Einen Tag vor der Bayernwahl demonstrierten sie bei der "Unteilbar"-Demo gegen die drohende Abschottung Europas, für die Integration von Flüchtlingen, für Bürgerrechte: In Berlin sind am Samstag laut den Veranstaltern rund 240.000 Menschen auf die Straßen gegangen, um für eine solidarische Gesellschaft einzutreten. 

Sie machten sichtbar, dass sie im Kampf gegen Rassismus viele sind: Nicht nur Berlinerinnen und Berliner waren dabei, die Teilnehmer reisten aus ganz Deutschland an. Viele Promis und Politiker hatten die Demo zuvor über Twitter, Facebook oder Instagram unterstützt – und dazu aufgerufen, mitzumachen.

Was ist das Besondere an dieser Demo?

Dass Initiativen dazu aufgerufen haben, die sonst vielleicht keine gemeinsame Sache machen würden.

Neben der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung findet sich unter den Unterzeichnern des Aufrufs auch der Zentralrat der Muslime. Neben dem deutschen Mieterbund und dem paritätischen Wohlfahrtsverband stehen die linksradikale interventionistische Linke. (SPIEGEL ONLINE)

In Berlin haben sie alle dasselbe Ziel: sich gegen rechte Hetze richten, gegen Diskriminierung, das Flüchtlingssterben im Mittelmeer und Einschnitte im Sozialsystem.

Wie lief die Demo ab?

Es ging los mit einer Auftaktveranstaltung am Alexanderplatz, gegen 13 Uhr setzte sich der Zug in Bewegung. Die Strecke führte über die Leipziger Straße, den Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor und dann zur Siegessäule. 

Ursprünglich hatten sich rund 40.000 Menschen für die Veranstaltung angemeldet – am Nachmittag waren es 200.000 mehr. 

Gegen 16 Uhr erreichten die ersten Demoteilnehmer die Siegessäule. 

Wer unterstützt die Demo?

Zahlreiche Organisationen, Verbände und Parteien – und einige Prominente. Darunter:

  • Benno Fürmann
  • Judith Holofernes
  • Jan Böhmermann
  • Die Ärzte
  • Feine Sahne Fischfilet
  • Heiko Maas
  • Amnesty International
  • Pro Familia

Die Vorsitzende der Linke-Fraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, wies vorab Berichte zurück, sie habe der Demo eine Absage erteilt. Die von ihr gegründete linke Sammlungsbewegung "Aufstehen" erklärte am Freitag, dass Wagenknecht den Aufruf zu der Demo zwar inhaltlich kritisiert habe, aber unabhängig davon befürworte, "dass möglichst viele Menschen gegen Rechtsentwicklung und Rassismus auf die Straße gehen". 

Die Berliner CDU unterstützt die Großdemonstration ausdrücklich nicht. Anmelder sei ein Anwalt der "Roten Hilfe", also einer Organisation, die "linksextremistische Verbrecher" unterstütze, sagte Generalsekretär Stefan Evers zum Auftakt eines CDU-Landesparteitags. "Wenn heute demokratische Politiker oder gar Minister Seite an Seite mit linksextremistischen Organisationen durch die Stadt ziehen, dann ist das entweder naiv oder politisch unverantwortlich."

Mit Material von dpa


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