Bild: Getty Images

Julian Assange fürchtet seit Jahren, dass die USA ihn wegen WikiLeaks ins Gefängnis stecken wollen. In den vergangenen Wochen sollen Staatsanwälte nun eine Anklage vorbereitet haben: Assange und WikiLeaks-Mitarbeiter könnten wegen Verschwörung, Diebstahl von Regierungseigentum und Verstößen gegen das Spionagegesetz angeklagt werden. (Washington Post, CNN)

  • Es geht um die Dokumente, die WikiLeaks im Jahr 2010 veröffentlicht hat, zum Teil mit Hilfe internationaler Medien: US-Militärberichte aus Afghanistan und Irak sowie Berichte von US-Diplomaten.
  • Außerdem um neue Enthüllungen von Hacker-Tools, die von der CIA eingesetzt werden (Vault 7).
  • Justizminister Jeff Sessions erklärte die Festnahme von Assange und den Kampf gegen die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen zu einer Priorität der Regierung: "Wir werden unsere Anstrengungen gegen alle undichten Stellen verstärken und verstärken diese bereits."

Julian Assange hält sich seit Juni 2012 in der Botschaft von Ecuador in London auf. Er entgeht damit einem Haftbefehl: Schweden verlangt seine Auslieferung, Assange wird ein sexueller Übergriff vorgeworfen. Assange fürchtet immer schon, in dem Zusammenhang von Schweden an die USA ausgeliefert zu werden.

Zwischenzeitlich war US-Präsident Donald Trump sogar WikiLeaks-Fan: Während des Wahlkampfs hatte Assange Dokumente der demokratischen Partei veröffentlicht. In den USA vermuten Geheimdienste, dass die Enthüllungen über Hillary Clinton aus Russland gesteuert wurden. Assange wehrt sich gegen diesen Verdacht.

Ein paar Jahre zuvor hatte Trump über WikiLeaks noch gesagt: "Ich finde, es sollte dafür so etwas wie die Todesstrafe geben."


Fühlen

"Ich liebe den Bruder meiner besten Freundin"
Unsere Psychologin Kathrin weiß, was zu tun ist
Carla schreibt: