Der Wintereinbruch dieser Woche brachte auch Südeuropa Schnee und Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Eine Katastrophe für die Tausenden Flüchtlinge, die vor allem in Griechenland und den Balkanstaaten ausharren.

Wie sieht die Situation auf dem Balkan aus?

Die Balkanroute ist zu. Über 8500 Migranten sitzen daher aktuell in Serbien fest. Die offiziellen Aufnahmezentren im Land haben nur Platz für 6000 Personen, viele harren deshalb in der Kälte aus.

Hinzu kommt: Nur gut die Hälfte der Aufnahmezentren sind winterfest. Viele sind zudem hoffnungslos überfüllt, sagt Stephane Moissaing, die Leiterin von Ärzte ohne Grenzen in Serbien (Ärzte ohne Grenzen).

In der serbischen Hauptstadt Belgrad schlafen derzeit etwa 2000 Menschen in verlassenen Gebäuden im Stadtzentrum. Dort erhalten sie allerdings kaum humanitäre Hilfe.

Der Frost kostete bereits die ersten Leben: Laut Angaben des Internationalen Organisation für Migration sind vier Menschen in Bulgarien und Serbien erfroren. (IOM)

In der Fotostrecke: So geht es Flüchtlingen in Serbien
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Und wie geht es den Menschen in Griechenland?

Die großen Registrierungszentren, die sogenannten Hotspots, sind auch hier total überfüllt. Ein Grund ist der EU-Türkei-Deal, der die Menschen am Weiterreisen hindert. 16.000 Menschen warten laut der Hilfsorganisation "Save the Children" auf ihre Weiterreise, viele davon in ungeheizten Lagerhallen (Migazin).

Ute Wolfangel arbeitet als freiwillige Helferin auf der griechischen Insel Lesbos und hat mit Bewohnern des Registrierungslagers Moria gesprochen. Es fehle an warmem Wasser, genug Essen und Kleidung, viele Menschen seien krank.

Die angespannte Situation führe zu regelmäßigen Ausschreitungen und Protesten. "Die Frustration ist extrem hoch", sagt Ute zu bento.

In der Fotostrecke: So geht es Flüchtlingen in Griechenland

So schlimm war der Winter für Flüchtlinge in Griechenland

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Hätte man die Situation verhindern können?

Hilfsorganisationen haben die griechischen Behörden seit Monaten aufgerufen, die Menschen umzusiedeln und die Lager winterfest zu machen (Amnesty International). Seit vergangenem April hat der Flüchtlingsrat der Vereinten Nationen 14 Millionen Euro dafür bereitgestellt.

Damit wäre die katastrophale Situation in den Hotspots höchstwahrscheinlich vermeidbar gewesen, sagt Aspasia Kakari, eine Sprecherin von Ärzte ohne Grenzen, gegenüber der CNN.


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