Bild: dpa/Jens Kalaene
Was ist passiert?

60 Prozent der Weltbevölkerung profitieren von Maßnahmen gegen Tabakkonsum, das zeigt der neue Tabak-Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Demnach schützen Rauch– und Werbeverbote, Schockbilder auf Zigarettenpackungen und hohe Steuern Menschen vor den Folgen von Tabakkonsum. 

Besonders große Warnbilder auf Tabakprodukten würden Nutzer dazu animieren, mit dem Rauchen aufzuhören, sagt Kerstin Schotte von der WHO. Seit Mai 2016 müssen diese Bilder in Deutschland auf Zigarettenpackungen gedruckt werden. 

Warum ist das wichtig?

Die Umsetzung der von der WHO empfohlenen Maßnahmen durch nationale Regierungen hat sich laut dem Bericht in den vergangenen zehn Jahren vervierfacht. Dennoch appelliert die Organisation an Regierungen, die Prävention noch stärker voranzutreiben.

Denn noch immer sterben zu viele Menschen am Rauchen: jährlich sieben Millionen – das entspricht der Bevölkerung Bulgariens oder Paraguays. "Das ist nicht akzeptabel", sagt Douglas Butcher, der Chef der WHO. (Deutschlandfunk)

Wie sieht es in Deutschland aus?

Kritik gibt es vor allem an Deutschland: Neben Belgien ist das Land Schlusslicht bei den Verboten von Zigarettenwerbung. Zwar ist sie hier im Radio und Fernsehen sowie in Zeitungen, Zeitschriften und im Internet untersagt. Allerdings ist es möglich, auf Plakatwänden zu werben. Die Abstimmung über ein entsprechendes Verbot wurde in dieser Legislaturperiode von der Unionsfraktion im Bundestag blockiert. (Tagesschau)


Gerechtigkeit

Saudi-Arabien: Frau im Minirock ist wieder frei

Was in anderen Ländern zur Selbstverständlichkeit gehört, löste in Saudi-Arabien einen Skandal aus: Eine junge Frau ging im kurzen Rock und mit offenen Haaren spazieren, teilte ein Video davon auf Snapchat – und wurde schließlich deswegen festgenommen. (bento)

Die gute Nachricht: Jetzt ist sie wieder frei.