Nachrichten über WhatsApp schreiben, ist eigentlich sicher – die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung garantiert Anonymität (bento). Trotzdem ist es der Polizei möglich, mitzulesen. Das hat jetzt die Softwarefirma Kaspersky Lab herausgefunden. 

Kaspersky Lab hat die Spionagesoftware Skygofree entdeckt, mit der Polizei und Geheimdienste selbst verschlüsselte Dienste überwachen können. Das Programm funktioniert bei Android- und Windows-Smartphones. (SPIEGEL ONLINE)

Die wichtigsten Infos:
  • Entwickelt wurde Skygofree wahrscheinlich von einem italienischen Unternehmen.
  • Das Programm dient nicht zur Massenüberwachung – sondern kommt gezielt bei der Verfolgung einzelner Verdächtiger zum Einsatz.
  • Skygofree dringt in WhatsApp und andere Messenger über eine Schnittstelle ein, die sonst barrierefreie Apps nutzen. 
  • Barrierefreie Apps sind Programme, die zum Beispiel Blinden Bildschirminhalte vorlesen. Hier klinkt sich Skygofree ein und liest mit.
  • So wird die Verschlüsselung bei WhatsApp nicht geknackt, sondern einfach umgangen.
  • Skygofree soll auch in der Lage sein, heimlich das Mikrofon des befallenen Geräts anzuschalten – immer dann, wenn es sich an vorher festgelegten Orten befindet.
Insgesamt fanden die Spezialisten von Kaspersky Lab 48 verschiedene Funktionen in Skygofree. 

Dazu zählt die Möglichkeit, unbemerkt eine Verbindung zu einem WLAN aufzubauen, das der Angreifer kontrolliert, sobald der Nutzer in dessen Reichweite ist. Und Skygofree kann sich auf Huawei-Smartphones selbst in die Liste jener Apps eintragen, die vom Stromsparmodus der Geräte ausgenommen sind.

Außerdem sei das Programm in der Lage, heimlich mit der Selfie-Kamera Bilder und Videos des Betroffenen aufzunehmen sowie Anruferlisten, SMS, Standortdaten, Kalendereinträge und geschäftliche Informationen aus dem Speicher zu erfassen.


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Nein, wir brauchen den Schüleraustausch zwischen Ossis und Wessis nicht!

"Der Schüleraustausch geht in diesem Jahr nach... Zwickau!" 

Ich stelle mir vor, wie meine Lehrer uns das früher in der Schule verkündet hätten. Meine Freunde und ich wären wohl ziemlich enttäuscht gewesen. Nicht, weil ich Ostdeutschland nicht mag, sondern weil ich viel lieber ins Ausland gewollt hätte.

Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter, kann sich so einen Austausch aber in Zukunft vorstellen. Er findet, dass Ost und West zu wenig miteinander reden würden. Seine Idee: Ein Austauschprogramm zwischen Schulen in Ost- und Westdeutschland. So sollen ostdeutsche Erfahrungen in den Westen gebracht werden und umgekehrt (SPIEGEL ONLINE).