Bild: Wolfgang Kumm/dpa
Vier Antworten auf die drängendsten Fragen

Ein Geräusch, das viele Menschen hassen: bzzzzzzzzzzz. Ja, auch Mücken sind superätzend (bento). Aber hier geht es um Wespen. Um diese Viecher, die uns aufsuchen, wenn wir gerade eine gute Zeit haben, mit Freunden was essen sind, einen Cocktail trinken. 

Und plötzlich sind sie da und lassen uns nicht mehr in Ruhe. Ok. Einatmen. Ausatmen. 

Es gibt Dinge, die du gegen Wespen tun kannst. Im Vorfeld – und während sie bei dir sind.

Diese vier Antworten helfen dir weiter:

1

Was macht Wespen aggressiv?

Es ist absolut nachvollziehbar, wenn du wild mit deinen Händen herumwedelst, um sie zu verscheuchen. Hektik bewirkt aber genau das Gegenteil. Die Wespen fühlen sich bedroht und wollen sich wehren, indem sie einfach stechen.

Auch Wegpusten ist wirklich keine gute Idee. Wegen des Kohlendioxids in deinem Atem. Das werten die Wespen als Alarmsignal (sie denkt, ihr Wespennest brennt) und bürstet sie auf Krawall. 

2

Wie vertreibe ich Wespen?

Da gibt es zum Glück ein paar Möglichkeiten. Wespen sind gerne da, wo du auch bist, wenn du gerade etwas genießen willst, etwas Feines essen, etwas Leckeres trinken. Zum Beispiel beim Grillen

  • Sie lieben den Geruch, also müssen wir ihn übertünchen. Zum Beispiel mit Rauch, den mögen sie nämlich gar nicht. Neben dem Grill eine Feuerschale aufzustellen, bringt einiges. 
  • Deine Getränke und Lebensmittel solltest du im Freien am besten grundsätzlich abdecken. 
  • Wespen verziehen sich außerdem bei Wasser. Wenn du eine Wespe mit Wasser ansprühst, denkt sie, es regnet, und fliegt zum Stock zurück. 
  • Vielleicht geht dir das zu weit, aber es wäre von Vorteil, wenn du recht unauffällige Kleidung trägst. Weil Wespen total auf bunte Kleidung stehen, vor allem auf Blümchen. 
  • Stark riechende Cremes oder Parfüm finden sie auch ganz toll. Ebenso, ironischerweise, Angstschweiß. Gemein, aber wahr. Also reiß dich zusammen!

Was übrigens echt nichts bringt: Ersatz-Essen für Wespen. Keine gute Idee. Es juckt die Insekten nämlich überhaupt nicht, ob extra für sie etwas hingestellt wurde. Im Gegenteil. Es zieht auch noch andere an. Und dann peilen sie eh wieder das Essen oder Getränk an, das du gerade vor dir hast.

3

Wie behandle ich Wespenstiche?

Falls du den Stachel noch siehst, solltest du ihn mit einer Pinzette herausziehen. Die Stelle rund um den Einstich solltest du kühlen, damit die Schwellung sich nicht noch weiter ausbreitet und abklingt. 

Wenn es die Wespe echt hingekriegt hat, dich in den Mund zu stechen, lutsche als erste Reaktionen einen Eiswürfel, damit deine Atemwege nicht zuschwellen. Dann auf zum Arzt. Wenn du allergisch auf Wespenstiche bist, gilt das eh.

Eines des einfachsten Hausmittelchen sind Zitronen oder Zwiebeln. Du presst eine Scheibe auf den Stich und schon merkst du, wie die Schmerzen weniger werden. 

Wenn du beides nicht da hast, nimm erstmal deine eigene Spucke. Bringt auch was. Ansonsten kannst du's mit Aloe Vera, Spitzwegerich, Essigwasser, Petersilie oder Basilikum versuchen. Aber, ganz im Ernst, Wespenstiche sind halb so schlimm. Sie bringen dich nicht um. Ist nur ein kleiner Pieks. 

Außer, du bist allergisch. Dann gehörst du zu den fünf Prozent in Deutschland, die nach Stiche unter Juckreiz, Hautquaddeln, Atemnot, Schwindel oder Übelkeit leiden (FAZ). Rund 20 Todesfälle nach Stichen von Bienen, Wespen oder Hornissen werden jährlich gemeldet. Die Dunkelziffer soll höher liegen.

4

Wozu sind Wespen eigentlich nützlich?

Also erstmal muss dir klar sein: Wir haben alle ein riesiges Glück. Es gibt nämlich acht heimische Arten hier, und nur zwei sind uns lästig. Die anderen sind viel mehr an Blüten als an Süßem interessiert. Es geht um die "Deutsche Wespe" und die "Gemeine Wespe", die wir loswerden wollen. (Greenpeace)

Bei Förstern sind sie beliebt, weil sie Baumschädlinge fressen. Außerdem jagen sie für ihre Larven vor allem Fliegen, Spinnen, Raupen und Blattläuse. (Yeah, Spinnen!)

Wespen sind übrigens direkt mit Honigbienen verwandt. Und die finden wir doch irgendwie knuffig, so wie die Biene Maja eben. Wir sollten Mitgefühl mit den Wespen haben. Die wollen uns echt nichts Böses.


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