Dabei ist der Gedanke dahinter gut!

Männer leben ungesünder als Frauen: Sie rauchen mehr, trinken mehr, achten weniger auf ihre Ernährung. Männer sterben früher als Frauen: Fünf bis sieben Jahre kürzer leben sie laut statistischem Bundesamt. Männer begehen häufiger Suizid als Frauen: Obwohl bei Frauen häufiger eine Depression diagnostiziert wird, nehmen sich fast dreimal so viele Männer das Leben. Und trotzdem suchen sich Männer viel seltener ärztliche Hilfe als Frauen. (Welt, Frankfurter Rundschau)

Auf dieses Problem soll der heutige Weltmännertag hinweisen. 

Laut Schirmherr Michail Gorbatschow soll der Tag "das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern". (Wikipedia)

Dass Männer sich seltener Hilfe suchen, ist natürlich kein statistischer Zufall. Sondern Ergebnis jahrhundertelang geprägter Geschlechterbilder. Männer sind es laut Psychologen weniger gewohnt, über ihr Befinden zu reden (Deutschlandfunk). Viele verspüren noch immer den Druck, als Mann stets stark zu wirken, bloß keine Schwäche zu zeigen. Also lieber den Schmerz runterschlucken als zum Arzt zu gehen. Und die Krankheit vielleicht erst entdecken, wenn es schon zu spät ist.

Doch obwohl der Weltmännertag gegen genau dieses schädliche Bild von Männlichkeit vorgehen will, haben viele auf Twitter wirklich gar nicht verstanden, worum es geht. Dort trendet der Hashtag "Weltmännertag" und daran beteiligen sich überwiegend Menschen, die munter über "echte Männer" tweeten, was die so tun und was sie lassen.

Beispiele gefällig? So wird gerade unter #Weltmännertag getweetet:

  • Da ist zum Beispiel das Bild eines Mannes im Wikinger-Look, mit Vollbart und gerunzelter Stirn. "Männer haben auch Gefühle. Zum Beispiel Hunger und Durst."
  • "Gut, dass es euch gibt", schreibt jemand anders, "Wir brauchen Männer, die die Herausforderung annehmen und aufstehen."
  • "Wagen wir mehr Männlichkeit", fordert jemand anders und unterstreicht diese Forderung mit düsteren Zeichnungen von bärtigen Männern.
  • Dazwischen findet man Fotos von Bierflaschenansammlungen, Witzbildchen über Männer und Frauen beim Schuhekaufen und Werbung für Bartöl.

Echt jetzt?

Der bärtige Wikinger, der gern Bier trinkt und Herausforderungen mit starker Brust entgegen tritt, scheint all diesen Menschen noch immer als Idealtyp des Mannes zu gelten. Auf den eigenen Körper zu achten und sich Schwächen einzugestehen gehört wohl kaum zu seinen Merkmalen.

Dass dieses Männerbild nun ausgerechnet heute hundertfach in sozialen Netzwerken reproduziert wird, ist schade. 

Denn so bewirkt der Weltmännertag genau das Gegenteil von dem, was er eigentlich bewirken soll.

Ein paar Tweets gibt es übrigens doch, die sich um den ursprünglichen Sinn des Weltmännertages drehen. Diese Übersicht beispielsweise, welche Vorsorgeuntersuchungen ein Mann wann machen sollte. Kann man sich mal angucken!


Haha

Diese Situationen kennt jeder, der samstags bei Ikea ist

Der Sommer ist vorbei – es wird Herbst. Es ist zu kalt, um sich in den Park zu legen, aber auch zu regnerisch, um spazieren zu gehen. Was tust du also an so einem Samstag? Richtig! Du fährst zu Ikea. 

Warum auch nicht, schließlich verbringst du in der kalten Jahreszeit sehr viel mehr Zeit in deiner Wohnung. Ein guter Moment also, um sich von etwas Dekoration und Einrichtung inspirieren zu lassen. Nur mal gucken!

Hier sind einige Situationen und Bilder, die nur Menschen kennen, die samstags bei Ikea sind:

Alles beginnt mit einer fast schon unangenehmen Vorfreude. Seitdem du erwachsen bist, kannst du dir eigentlich fast nichts Schöneres am Samstag vorstellen. Andere Menschen haben ein Leben – du fährst zu Ikea.