Als "Zwischen den Jahren" wird oft die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, manchmal auch zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag am 6. Januar, bezeichnet. 

Aber warum eigentlich? Von was für Jahren ist da die Rede?

Der Ausdruck "Zwischen den Jahren" hat etwas mit dem Hin und Her bei der Festlegung unseres Kalenders zu tun.

Beziehungsweise mit der Festlegung, wann ein Jahr denn nun beginnt und wann es endet:

  • Bei den antiken Römern begann das Jahr am 1. März, worauf auch unsere Monatsbezeichnungen zurückgehen: Oktober ist zwar nach heutigem Kalender der zehnte Monat, die Silben "Okto" gehen aber auf Latein "Octo", also die Zahl acht zurück. Genauso November ("Novem", also Neun) oder Dezember ("Decem", also Zehn). Als das Jahr noch mit dem März begann, stimmte die Aufzählung. 
  • Im Jahr 153 vor Christus wurde im Römischen Reich der Start des Amtsjahres auf den 1. Januar gelegt, also auf den Tag des Amtsantrittes der Magistrate. Kalendarisch begann das Jahr aber weiterhin am 1. März.

Als das Christentum sich im ersten Jahrhundert entwickelte, brachten die Christen ihre eigene Zeitrechnung mit: Für frühe Christen begann das Jahr am 6. Januar mit der Taufe Jesu. (Gesellschaft für deutsche Sprache

Im vierten Jahrhundert legte dagegen Papst Liberius fest, dass ab sofort am 25. Dezember, also mit der Geburt Christi, das Jahr beginnen soll. Mit der Wahl dieses Datums wollte Liberius den Heiden entgegen kommen, die am 25. Dezember ihre Sonnenwendfeiern angingen. Das Entgegenkommen war natürlich kein selbstloser Akt, sondern geschah in der Hoffnung, die Heiden so besser bekehren zu können. (MDR

Wenn man schon zusammen feiert...

Immer wieder wechselte im Mittelalter das Start- und Enddatum des Jahres. 

In großen Teilen Europas endete das Jahr am 24. Dezember und das neue Jahr begann erst am 6. Januar. Damit war der Zeitraum zwischen Heiligabend und dem Dreikönigstag keinem Jahr zugeordnet und lag "zwischen den Jahren". 

Im 16. Jahrhundert setzt Papst Gregor XIII. dem Hin und Her ein Ende mit seiner Kalenderreform: Er setzte wieder den 1. Januar als verbindlichen Jahresbeginn fest. 

Allerdings wurde der gregorianische Kalender nicht sofort flächendeckend eingeführt, so dass es eine Übergangsphase gab, in der in Europa verschiedene Tage als erste und letzte Tage des Kalenders galten. Wieder ein Ursprung für den Ausdruck "Zwischen den Jahren" (MDR). 

1691 wurde schließlich für die gesamte christliche Welt der Jahresbeginn auf den 1. Januar festgelegt.

Obwohl es heute also eigentlich keinen Zeitraum "zwischen den Jahren" mehr gibt, hat sich der Ausdruck bis heute gehalten.

Denn irgendwie hängen wir zwischen Weihnachten und Neujahr gefühlt ja doch zwischen den Jahren. Viele haben diese Tage frei, es passiert kaum etwas. Mit dem letzten Jahr schließen wir so langsam ab, das neue Jahr hat aber auch noch nicht begonnen. Man hängt halt so... dazwischen.


Haha

Ihr Vater hasst Rosenkohl, also schmiedete seine Tochter 2 Jahre lang einen fiesen Plan

Weihnachten, das Fest der Liebe – aber auch: Weihnachten, das Fest der kleinen Gemeinheiten. Zumindest, wenn man in der Familie von Judy feiert. Die Schottin spielt ihrem Vater nämlich sehr gerne Streiche. 

Einen besonders fiesen Streich hat sie sogar zwei Jahre lang geplant.

Was genau Judy gemacht hat – und wie es ausging – dokumentierte sie auf Twitter. Dort schrieb sie auch, ihr Vater hasse Rosenkohl. 2016 wickelte sie also Schoko-Kugeln von Rocher aus dem goldenen Papier aus und kleine Rosenkohl-Kugeln wieder ein.