Bild: imago / Christian Thiel
Wähler nach Geschlecht
Angaben in Prozent, Bundestagswahl 2017; Stand: 24.9., 20 Uhr Quelle: Daten aus der Wahltagsbefragung von infratest dimap für die ARD
  • Mehr Frauen als Männer wählen die Union.
  • Die SPD ist bei Männern und Frauen ähnlich beliebt, das gilt auch für die Linke.
  • Die Grünen kommen mit Kandidaten und Parteiinhalt besser bei den Frauen an, umgekehrt ist es bei der FDP.
  • Die AfD ist eine Männerpartei.
Wählerwanderung zu und von der AfD
Von wo Wähler kamen, wohin sie gingen (Salden der Zweitstimmen), 25.9.2017, 4.12 Uhr; Quelle: Daten aus der Wahltagsbefragung von infratest dimap für die ARD

Die AfD konnte viele Wähler von Union und SPD für sich gewinnen. Fast eine Million Wähler verliert die Union an die AfD.Aber auch einstige Wähler der Linken, die ebenfalls häufig als Partei der Protestwähler gesehen wird, wechseln zur AfD.

Den größten Zuwachs erhält die rechtspopulistische Partei allerdings bei der Gruppe der Nichtwähler. Rund 1,2 Millionen von ihnen gaben an diesem Sonntag ihre Stimme für die AfD ab. Punkten konnte die AfD wie keine andere auch bei der Gruppe der "Anderen". Dabei handelt es sich um Wähler, die vor vier Jahren für eine Partei stimmten, die es nicht in den Bundestag schaffte – wer sich letztlich dahinter verbirgt, ist jedoch nicht klar.

Wähler nach Altersgruppen
Angaben in Prozent, Bundestagswahl 2017; Stand: 24.9., 20 Uhr Quelle: Daten aus der Wahltagsbefragung von infratest dimap für die ARD

Die AfD erzielt in allen Altersgruppen Zuwächse, besonders stark bei den 35- bis 44-Jährigen. Die FDP legt ebenfalls bei Wählern jeglichen Alters zu, ist besonders bei den jüngeren Menschen bis 24 Jahre beliebt – hier könnte der auf jugendlich getrimmte Wahlkampf von FDP-Chef Lindner gewirkt haben. Bei Linken und Grünen gibt es keine besonderen Auffälligkeiten.

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Gerechtigkeit

AfD holt sich die Mehrheit in Sachsen
0,1 Prozentpunkte vor der CDU

12,6 Prozent der Wähler haben in Deutschland für die "Alternative für Deutschland" gestimmt. In einigen Gegenden ist die AfD sogar stärkste Partei – zum Beispiel in Sachsen. Dort liegt die Partei bei 27,0 Prozent. Merkels CDU kommt auf 26,9 Prozent der stimmen. Dahinter folgen Die Linke mit 16,1 Prozent und die SPD mit 10,1 Prozent der Stimmen.

Die FDP kommt in Sachsen auf 8,2 Prozent, die Grünen auf 4,6, die Satirepartei auf 1,3 Prozent. (Statistisches Landesamt Sachsen)