Bild: dpa/Daniel Reinhardt
Schlappe für den Rechtspopulisten Geert Wilders
Was ist passiert?

Europas Demokraten atmen auf: Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders gewinnt zwar an Stimmen, aber nicht die Mehrheit im Parlament. Diese behält Ministerpräsident Rutte mit seiner rechtsliberalen Partei VVD. Nach Auszählung von 95 Prozent der Stimmen kommt sie auf 33 der 150 Sitze, Wilders PVV kann mit 20 rechnen. (Deutschlandfunk)

Warum ist das wichtig?

Rutte bezeichnet das Ergebnis mit einer Wahlbeteiligung von gut 80 Prozent als ein "Fest der Demokratie" (SPIEGEL ONLINE). In früheren Umfragen sah es noch so aus, als könne Wilders Partei die Wahl gewinnen. Dieser zeigte sich schwer enttäuscht und betonte jedoch, dass seine Partei stark an Stimmen gewonnen hat.

Die Christdemokraten (CDA) und die linksliberale Partei D66 stellen künftig 19 Abgeordnete, die Grünen wie die Sozialisten erhalten 14 Sitze. Die Sozialdemokraten, Ruttes bisheriger Koalitionspartner, fielen von 39 auf nur noch 9 Mandate zurück.

Regierungschefs in ganz Europa nahmen das Ergebnis mit Erleichterung auf.

Wie geht es jetzt weiter?

Für eine Regierungsbildung sind 76 der 150 Parlamentsplätze notwendig. Diese dürfte äußerst schwierig werden – Experten rechnen mit monatelangen Koalitionsverhandlungen. Rutte schloss eine Zusammenarbeit mit Wilders aus, mögliche Partner sind die CDA und die linksliberale D66 oder auch die Grünen.


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