Bild: Reuters/Wolfgang Rattay
Wahl fand trotz Messerattacke wie geplant statt.

Köln hat ein neues Stadtoberhaupt: Bei der Wahl am Sonntag erzielte die parteilose Kandidatin Henriette Reker die absolute Mehrheit. Nach Auszählung von 995 der 1024 Stimmbezirke liegt sie bei 53 Prozent und damit uneinholbar vorne. Damit lag sie deutlich vor Jochen Ott; der Kandidat der SPD kam auf knapp 32 Prozent. Reker wird unter anderem von CDU, FDP und Grünen unterstützt.

Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Stadt bei nur 39,7 Prozent.

Am Samstagvormittag war Reker bei einer Wahlkampfveranstaltung mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt worden. Die anderen Kandidaten hatten daraufhin ihren Wahlkampf unterbrochen.

Die Oberbürgermeisterwahl in Köln sollte ursprünglich bereits am 13. September stattfinden, musste dann aber verschoben werden – wegen fehlerhafter Wahlzettel. Auf den alten Stimmzetteln waren die Parteinamen größer und fetter gedruckt als die Namen der Einzelbewerber. Die Bezirksregierung hatte sie deshalb als rechtswidrig eingestuft. Der Grund: Parteilose Kandidaten würden benachteiligt.

Mehr über den Angriff auf Henriette Reker hier auf bento.

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