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Der Schock über den Amoklauf in Las Vegas ist noch nicht überwunden – trotzdem ist ein verschärftes Waffengesetz für viele US-Amerikaner undenkbar. 

Die Liebe zur Waffe geht so weit, dass selbst Kirchen dafür werben.

Die Oasis Church of All Nations, eine Kirchengemeinde aus dem kleinen Ort Oxford in Mississippi, veranstaltete eine kleine Lotterie. Erwachsene und auch Kinder verkauften die Lose vor einem Supermarkt für zehn Dollar pro Stück. Mit dem eingenommenen Geld wollte die Kirche ein 12-monatiges Drogen-Rehabilitationsprogramm des Transformation Life Centre unterstützen. (Washington Post)

Der Hauptgewinn: Zwei halbautomatische AR-15-Gewehre. 
Auch beim Todesschützen von Las Vegas wurde eine solche Waffe gefunden. 

Eine Nachbarin, Kris Belden-Adams, sah die Aktion und war schockiert. "Unsere Flaggen hängen nach dem Las Vegas-Amoklauf immer noch auf Halbmast. Das ist schlechter Geschmack."

Schlechter Geschmack oder makaber: Belden-Adams beschwerte sich via Facebook bei der Kirchenorganisation. Die aber zeigte sich wenig einsichtig:

"Wir verstehen Ihre Bedenken. Allerdings hatten wir bisher nur positive Reaktionen auf unseren Ticketverkauf und keine negativen", schrieb Danny Budd, Leiter des Transformation Life Centre. "Für einige wird es niemals die richtige Zeit sein, eine Waffe zu verlosen. Wir respektieren Ihre Sorgen und Nachricht."

Es ist nicht das erste Mal, dass eine "bewaffnete" Lotterie für Aufsehen sorgt.

  • Im Juni 2016 wollte ein Anwalt ein AR-15 Sturmgewehr als Hauptpreis einer gemeinnützigen Veranstaltung ausgeben – kurz bevor ein Amokläufer in einem Nachtclub in Orlando um sich schoss und 49 Menschen umbrachte. 
  • Und im Juli 2016, kurz nachdem ein Mann in Dallas fünf Polizisten mit einem solchen Gewehr umbrachte, erstaunte sich ein Pfarrer aus Oregon darüber, dass ein lokales Mädchen-Softball-Team die gleiche Waffe verloste, um Geld für einen Wettbewerb einzusammeln. (Washington Post)

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