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"Do you wanna be my valentine?"

Am Valentinstag gibt es jedes Jahr zwei ziemlich ungleiche, wenn nicht sogar verfeindete Gruppen von Menschen: Diejenigen, die den Valentinstag einfach in Ruhe feiern wollen und diejenigen, denen der "Tag der Liebe" nicht egaler sein könnte. 

Es gibt aber eine Gruppe, die seit Jahren von allen vergessen wird: Nämlich diejenigen, die mit Vornamen Valentin heißen. Wie geht es ihnen eigentlich an ihrem großen Tag – dem Valentinstag?   

Wir haben vier von ihnen gefragt.

Werden sie wegen ihres Namens angesprochen oder müssen sie sich sogar blöde Sprüche zum Valentinstag anhören? Sind sie hoffnungslose Romantiker und wie verbringt man als Valentin eigentlich den Valentinstag? 

Philipp, 18, heißt mit Zweitnamen Valentin, studiert Wirtschaftswissenschaften.

Es ist nicht so, als würde mir mein Zweitname Glück in der Liebe bringen. Die Geschichte klingt für Außenstehende vielleicht etwas unglaubwürdig, aber Zufälle soll es ja geben: Meine Ex-Freundin hieß Julia und sie hat mich mit einem Roman betrogen. Roman klingt ein bisschen wie Romeo. Romeo und Julia betrügen Valentin. 

Dazu gab es von den Freunden jede Menge flache Sprüche.
Valentin

Mein diesjähriger Valentinstag wird utopisch gut, da meine Prüfungsphase endlich durch ist und ich Zeit mit einem Kumpel verbringen werde.

Valentin, 20, studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Mannheim.

(Bild: privat)

"Do you wanna be my valentine?" ist ein Spruch, der rund um den Valentinstag fällt. Ich finde das witzig und muss dann lachen. Sonst ist der Tag wie jeder andere auch. 

Meine Freundin und ich führen eine Fernbeziehung. Jetzt ist sie gerade da und wir verbringen etwas Zeit zusammen. Am Abend ist aber Training angesagt und sie arbeitet. Eigentlich ist mir der Valentinstag an sich relativ egal. 

Valentin, 24, Student

(Bild: privat)

Am Valentinstag werde ich natürlich oft auf meinen Namen angesprochen. In meiner Kindheit haben sich einige auch schon richtig über den Namen lustig gemacht, in meiner Jugend hat sich das aber irgendwann gelegt. 

Besonders viel Spaß haben aber Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ämtern und an der Passkontrolle an Flughäfen. Ich habe nämlich, neben meinem Rufnamen, auch noch vier weitere Vornamen: Matthias, Albert, Karl und Paul.

Romantisch bin ich nicht wirklich.
Valentin

Wenn ich mich einordnen müsste, würde ich sagen, ich befinde mich im unteren Mittelmaß. Ich mag es einfach nicht, auf Knopfdruck romantisch zu sein und ich weiß manchmal auch nicht wirklich, wie das gehen soll.

Valentin, 20, Student

Außer am Valentinstag werde ich gar nicht so oft auf darauf angesprochen. Manchmal, wenn jemand meinen Namen nicht versteht, sage ich aber "Valentin – wie der Tag". Das finden die Leute immer ganz lustig. 

In den USA konnte ich bei Starbucks nie meinen Namen sagen, ohne dass laut gelacht wurde.
Valentin

Ich bin aber sehr glücklich mit meinem Namen und habe auch das Gefühl, dass die meisten Menschen positive Assoziationen mit ihm haben. In diesem Jahre verbringe ich den Tag allerdings ganz unromantisch mit Fußball und Tee im Bett, weil ich krank bin. 

Der romantische Teil mit meiner Freundin wird noch nachgeholt - für sie ist ja häufiger Valentinstag. Ob ich romantisch bin, weiß sie vermutlich auch am besten. Ich denke, ich kann es schon sein, aber nur für besondere Menschen in besonderen Situationen.

Hinweis: Wir haben den Bericht von Valentin 4 noch nachträglich hinzugefügt.


Retro

Fans sammeln jetzt Spenden für die Kinderstars aus "Pippi Langstrumpf" – und die wundern sich

Pippi Langstrumpf ist einfach die coolste. Sie lebt in einem großen Haus, ganz ohne Erwachsene, stattdessen mit einem Pferd und einem Affen. Sie besitzt einen Goldschatz und ist so stark, dass sie ihr Pferd einfach hochheben kann. Kein Wunder also, dass Kinder die Bücher von Astrid Lindgren und deren Verfilmungen lieben

Doch was wenige wissen: Die Kinderdarstellerinnen und -darsteller aus den alten Filmen haben kaum etwas für ihre Arbeit bekommen.

Weil Inger Nilsson (Pippi, heute 59, damals 9 Jahre alt), Pär Sundberg (Tommy, heute 61, damals 10 Jahre alt) und Maria Persson (Annika, heute 59 Jahre, damals 9 Jahre alt) so jung waren, haben sie kaum Geld bekommen. Das war in Schweden damals normal. Auch an den späteren Einnahmen, den Tantiemen, wurden die Schauspieler nicht beteiligt.

Und: In einem Interview mit dem niederländischen Algemeen Dagblad sagte Inger Nilsson, dass diese extrem beliebte Rolle dafür gesorgt habe, dass sie danach nichts anderes mehr spielen konnte. Die Menschen verbanden mit Ingers Gesicht immer nur Pippi Langstrumpf. Ein Theater-Regisseur soll zu ihr gesagt haben "Wir können Pippi auf dieser Bühne nicht gebrauchen."

Zuletzt erzählte Nilsson noch, dass sie während der Dreharbeiten Heimweh hatte und dass der Affe, der Herr Nilsson spielte, sie gebissen und angepinkelt habe.

Insgesamt hat sie offenbar also wenige positive Erinnerungen an Pippi Langstrumpf.