Bild: Screenshot / defcad.com
Und das ist legal. 2 Fragen, 2 Antworten zu dem spektakulären Fall.

Fünf Jahre lang stritt sich die US-Justiz mit dem texanischen Waffennarr Cody Wilson um Baupläne für Waffen aus dem 3D-Drucker – jetzt hat die Regierung überraschend nachgegeben. Die Baupläne dürfen also legal ins Internet gestellt werden. Die Konsequenz: In Amerika kann man jetzt zuhause ganz legal Waffen mit dem 3D-Drucker herstellen.

Worum ging es in dem Streit?

2013 hatte Wilson, ein ehemaliger Jura-Student, seine erste Waffe mithilfe eines 3D-Druckers gebaut. Es handelte sich dabei um eine Pistole, mit der nur ein Schuss abgefeuert werden kann. Mit Ausnahme des Schlagbolzens bestand die Waffe komplett aus Kunststoffteilen, hätte also theoretisch mit recht einfachen Mitteln von jedem Menschen zu Hause gebaut werden können. (Wired)

Wenige Tage später stellte er die Baupläne für die Waffe ins Internet. Innerhalb weniger Tage wurden diese mehr als 100.000 Mal heruntergeladen – bis sich das US-Außenministerium einschaltete und der Fall vor dem Gericht landete. Im September 2015 urteilte ein Berufungsgericht, dass Wilson gegen die Regeln zur Exportkontrolle von Waffen verstoßen hatte. Jetzt heißt es jedoch, dass Wilson seine Pläne veröffentlichen darf.

Weshalb bekommt er nun die Erlaubnis?

Bereits unter der Obama-Regierung wurde eine Reform der Regeln zur Exportkontrolle von Waffen eingeleitet. Auch der Wechsel zur waffenfreundlichen Trump-Regierung habe jedoch geholfen, sagte Wilsons Anwalt Matthew Goldstein (Wired).

Die US-Behörden haben Wilson jetzt einen Vergleich angeboten: Er erhält eine Sonderlizenz, mit welcher er die Baupläne auf seiner Plattform anbieten darf. Nur Kriegswaffen seien davon ausgenommen – wobei hierunter nicht einmal das Sturmgewehr AR-15 fällt. (Deutschlandfunk Nova)

Cody Wilson freut sich über seinen Sieg vor Gericht (FAZ):

"Ich halte das für eine wirklich große Sache. Es wird ein unwiderruflicher Teil des politischen Lebens sein, dass Waffen runtergeladen werden können – und wir haben dazu beigetragen."

Schon in ein paar Wochen soll Wilsons Website wieder online gehen. (Wired)


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Wie viel Geld gab es für diese "Bares für Rares"-Gegenstände?

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Wer es einmal guckt, kommt kaum davon los. Man will einfach unbedingt wissen: Wie viel bekommt der Sammler oder die Sammlerin für ihr Rarität?