Der US-Präsident will die Wirtschaft in den USA stärken – setzt aber bei eigenen Produkten lieber auf ausländische Märkte. Das zeigen Recherchen der "Washington Post" und des US-Mediums "Quartz".

Demnach stammen nur 15 Prozent aller Produkte aus dem Fanshop von Donald Trump aus den USA – der Großteil wird billig im Ausland produziert.

Worum geht's?

Wie kein Präsident zuvor setzt Trump auf Personenkult und macht aus dem Weißen Haus heraus ein Geschäft mit Fanartikeln. Im "Trump Store" gibt es die berühmte "Make America Great Again"-Basecap, Trump-Weingläser, einen Trump-Teddybären und aktuell auch Trump-Christbaumkugeln.

Insgesamt sind es 268 Produkte. Aber nur 41 davon werden innerhalb der USA hergestellt, das heißt 85 Prozent der Waren werden im Ausland produziert. Vor allem in China, Mexiko, Indien und der Türkei, aber auch in Slowenien, Österreich und Deutschland. Die Weingläser zum Beispiel sind von der österreichischen Firma Riedel.

Und selbst der Trump-Teddy kommt nicht aus den USA, sondern wird dort laut Selbstbeschreibung nur final "dekoriert".

(Bild: Trump Store)

Ansonsten heißt es über den Bären übrigens:

"Unser Trump Hotel Spa Teddy freut sich auf einen Tag voller Erholung! Nachdem er sich eine Mini-Spa-Robe übergeworfen hat, ist dieser Schatz bereit für ein kleines Verwöhnprogramm, genau wie Sie."

Worum geht's wirklich?

Um die Doppelmoral von Trump. Die Recherchen sollen zeigen, dass Trump mehr Geschäftsmann als Politiker ist. Für seinen eigenen Shop lässt er billig im Ausland produzieren und dann daheim teuer verkaufen. Wählerinnen und Wählern gegenüber präsentiert sich Trump hingegen als Beschützer von US-Arbeitsplätzen. Gerade China – woher er viele seiner Waren bezieht – geht Trump im Handelsstreit gerne an (bento).

Erst vor kurzem hat Trump angekündigt, Visa-Bestimmungen überarbeiten zu wollen, die es Arbeiterinnen und Arbeitern erlaubt, in die USA zu ziehen. Stattdessen sollen US-Firmen lieber "amerikanisch kaufen und amerikanisch beschäftigen", sagte er. (Reuters)

Wir werden unsere Arbeiter verteidigen, unsere Jobs sichern und endlich America an erste Stelle heben.
Donald Trump

Zumindest was den eigenen Profit angeht, hält sich der US-Präsident dann doch nicht an seine Worte.


Streaming

Disney will einen Punk-Film über Cruella de Vil drehen – mit Emma Stone
Fünf Dinge, die schon über das "101 Dalmatiner"-Projekt bekannt sind.

Schon länger arbeitet Disney an einer Neuinterpretation seiner beliebtesten Zeichentrickfilme. "Die Schöne und das Biest" ist bereits erschienen, "Aladdin", "Dumbo" und "Der König der Löwen" werden ebenfalls mit echten Schauspielern oder zumindest echt aussehenden Animations-Tierchen erscheinen. 

Nun bekommt auch "101 Dalmatiner" eine reale Neuverfilmung – und zwar mit Emma Stone.

Das Projekt ist schon seit mindestens 2013 geplant, lag aber bislang vor allem in Disneys Spinoff-Schubalde. Nun gibt es Neuigkeiten.

Was alles bekannt ist:

  1. Das Projekt wird nicht "101 Dalmatiner" heißen, sondern "Cruella" – der Fokus liegt also auf der schrulligen und bösen Modeschöpferin.
  2. Die Hauptrolle der Cruella de Vil soll Emma Stone übernehmen, wie "The Hollywood Reporter" jetzt berichtete.
  3. Der Film soll eine Art "Origin Story" über Cruella werden und in der Punkszene der 1980er spielen – es wird also um ihren Aufstieg gehen.
  4. Regisseur soll Craig Gillespie werden. Er hat 2017 das Biopic "I, Tonya" gedreht, welches viele Kritikerinnen und Kritikern begeisterte und für drei Oscars nominiert wurde.
  5. Die Dreharbeiten sollen im kommenden Jahr starten, ein Starttermin für den Film ist aber noch nicht bekannt.