Bild: Getty Images/Spencer Platt

Als Donald Trump am vergangenen Freitag als 45. US-Präsident vereidigt wurde, war es in den USA an vielen Orten zu kleineren Protesten bekommen (bento). Mehrere Medien hatten über die Demos berichtet – und wurden dabei behindert. Insgesamt sechs Journalisten wurden festgenommen, wie der "Guardian" jetzt berichtet. Ihnen drohen bis zu zehn Jahren Haft und umgerechnet bis zu 23.000 Euro Strafe.

Polizisten hatten insgesamt rund 230 Demonstranten festgenommen, unter ihnen auch die Journalisten. Ihnen wird die Teilnahme an Krawallen vorgeworfen. Es handelt sich um einen Dokumentarfilmer, einen Fotografen, einen Journalisten, der sich um einen Live-Stream kümmerte, einen freien Reporter sowie um zwei Reporter des russischen Senders "RT America".

Einer der RT-Reporter, Alexander Rubinstein, twitterte kurz vor seiner Festnahme von Blendgranaten, die gegen Demonstranten eingesetzt wurden:

Alle sechs Journalisten wurden bereits am Samstag wieder freigelassen, ihnen stehen aber Verhandlungen im Februar und März bevor. Das heißt, die Anklagen wurden nicht fallen gelassen. Das Committee to Protect Journalists (CPJ) fordert nun genau das: "Die Strafen sind absolut unangemessen", sagt CPJ-Koordinator Carlos Lauría (CPJ). "Wir fürchten, das sendet eine gruselige Botschaft an alle Journalisten, die künftig über Proteste berichten wollen."

Die festgenommenen Journalisten berichteten von Willkür.

Der Reporter Jack Keller erzählt, er wurde insgesamt 36 Stunden inhaftiert. "Es war eine absolute Travestie", sagte er dem "Guardian". Der RT-Reporter Rubinstein berichtet, den Polizisten sei egal gewesen, dass er einen Presseausweis vorgezeigt hat ("Sputnik").

Willkürliche Festnahmen von Journalisten geschehen regelmäßig in Autokratien und Diktaturen. Ländern wie Russland, Ägypten oder der Türkei wird im Pressefreiheit-Index von "Reporter ohne Grenzen" eine "schwierige Lage" attestiert, immer wieder verschwinden Journalisten oder werden Medien zensiert. Die USA wurden 2016 als "zufriedenstellend" aufgeführt.

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