Vielleicht stellt sich das Urteil als falsch heraus

Seit dem Mordfall sind 16 Jahre vergangen, doch jetzt erhält der Verurteilte eine neue Chance – dank des Podcasts "Serial": In den USA wird erneut darüber verhandelt, ob der damals 17-jährige Adnan Syed seine Ex-Freundin Hae Min Lee tatsächlich umgebracht hat. (SPIEGEL ONLINE)

Die Begründung des Gerichts in Baltimore: Seine damalige Anwältin habe im Prozess etwas Wichtiges versäumt. Ein Experte für Mobilfunkzellen hatte behauptet, dass sich Syeds Handy in der Nähe des Leichenfundortes in das Netz eingeloggt habe. Die Anwältin hätte den Experten daraufhin ins Kreuzverhör nehmen sollen – das hatte sie aber nicht getan.

Sydes Anwalt verbreitete die Nachricht über den neuen Prozess bei Twitter und erklärte auf einer Pressekonferenz, dass er für die Freilassung des heute 35-Jährigen kämpfen werde. (sueddeutsche.de)

Auslöser für den erneuten Prozess soll der im Oktober 2014 gestartete Podcast "Serial" des nicht-kommerziellen Radiosender WBEZ Chicago sein. Er hatte den Fall nacherzählt und dabei die Frage gestellt, ob Syed wirklich der Täter ist. Mehr als fünf Millionen Menschen hatten sich den Podcast binnen der ersten zwei Monate allein über iTunes heruntergeladen.

Syed war zu lebenslanger Haft verurteilt worden, obwohl es keine physischen Beweise für die Tat gab.

Lediglich ein Zeuge, ein Kumpel von Syed, hatte ausgesagt, dass sein Freund die Schülerin im Auto aus Eifersucht erwürgt hatte. Er habe ihn dann um Hilfe bei der Entsorgung der Leiche gebeten.

Unter serialpodcast.org kann der Podcast kostenlos gestreamt werden.


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