Das ganze Drama in fünf Teilen.

Es kann schon mal vorkommen, dass man zu spät zur Arbeit kommt – aber ausgerechnet am ersten Tag eines neuen Jobs? Keine so gute Idee.

Das weiß auch Walter Carr, 20, aus dem US-Bundesstaat Alabama. Er hatte seinen ersten Arbeitstag als Umzugshelfer. Doch weil sein Auto kaputt war, ging er eben zu Fuß – 32 Kilometer. Und wurde am Ende dafür von seinem Chef belohnt. (Washington Post)

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Der erste Auftrag...

...des Umzugshelfers war bei einem Ehepaar, das 32 Kilometer von ihm entfernt wohnte. Doch dann stellte Carr fest, dass sein Auto nicht ansprang. Er versuchte noch eine Mitfahrgelegenheit zu finden, aber nichts klappte. Also traf er eine Entscheidung: Er ging zu Fuß. Zuhause schaute er nach, welche Straßen er gehen könnte und wie lang er für die Strecke brauchen würde – etwa acht Stunden.

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Dann machte er sich auf den Weg.

Er bereitete sich vor, aß noch ein paar Eier, schlief und stand dann gegen Mitternacht auf und machte sich auf den Weg. Mit dabei: sein Smartphone, sein Portemonnaie, ein Baseball und ein Küchenmesser – zur Gefahrenabwehr. 

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Der Weg war beschwerlich.

Aus seinem Arbeitsweg wurde nahezu eine Marathon-Strecke. Wie er später berichtete, joggte Carr ein wenig, ein bisschen ging er. Die Füße schmerzten.

Dann kam ein Polizist vorbei und fragte, ob alles okay sei. Der Polizist nahm ihn ein Stück mit, musste dann aber zum Revier zurück, etwas Essen gab er Carr noch aus. Carr lief weiter, bis ein anderer Polizist kam und ihn bei dem Ehepaar absetzte.

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Ausruhen wollte Carr sich nicht.

Die Kundin war so begeistert davon, was Carr getan hatte,  dass sie ihm anbot, sich auszuruhen. Doch Carr wollte unbedingt anfangen. Zwei weitere Möbelpacker kamen dazu und halfen dem Paar beim Umzug. Danach fuhr einer der Männer den neuen Kollegen nach Hause.

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Die Belohnung. 

Am nächsten Tag veröffentlichte die Kundin die Geschichte bei Facebook und startete eine Spendenaktion für die Reparatur des Autos. 

"Ich bewundere diesen jungen Mann total." Er sei "bescheiden und freundlich und fröhlich". 

Somehow my original post was deleted. Here is it again!! I am overwhelmed that it was shared over 800 times in one day!...

Gepostet von Jenny Hayden Lamey am Sonntag, 15. Juli 2018

Carrs Chef nahm die Belohnung selbst in die Hand, traf sich mit dem Angestellten – und schenkte ihm einfach sein eigenes Auto. Er sagte, es sei bei Carr besser aufgehoben als bei ihm. Der neue Umzugshelfer konnte sein Glück kaum fassen: "Jede harte Arbeit, die du übernimmst, macht sich auf lange Sicht bezahlt", sagte er.


Gerechtigkeit

Kleinwüchsige sollen auf "Parookaville"-Festival Kurze ausschenken – jetzt gibt es Protest
Eine Geschichte, drei Perspektiven

Manche sehen darin einfach nur ein lustiges Wortspiel, andere eine Zurschaustellen von Kleinwüchsigen: Auf dem Parookaville-Festival in Weeze in Nordrhein-Westfalen sollen die kleineren Menschen an einer "Mini"-Bar "Kurze" verteilen. Doch viele beschweren sich jetzt über diese Aktion.

Der Bundesverband kleinwüchsiger Menschen hat eine Beschwerde bei der Stadt eingereicht. Die Organisation will verhindern, dass Kleinwüchsige die Schnäpse bei dem am Freitag startenden Festival ausschenken. Die Stadt Weeze soll dazu gebracht werden, die "Mini-Bar" zu untersagen.