Bild: epa/ Justin Lane

Waren die Wahlmaschinen in den US-Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan manipuliert? Das will die Grünen-Kandidatin Jill Stein herausfinden und beantragte eine Neuauszählung. In Michigan ist die nun gestoppt worden. (sueddeutsche.de)

Wieso?

Das Bundesgericht in Michigan hatte zunächst für die erneute Auszählung entschieden. Montagnacht hatten die Wahlprüfer bereits damit begonnen. Dann mussten sie plötzlich aufhören.

Ein Landesgericht in Michigan urteilte, dass Stein nicht berechtigt ist, eine Neuauszählung zu beantragen. Bundesrichter Mark Goldsmith entschied daraufhin, für sein Gericht gebe es keinen Grund, die Auszählung trotzdem weiter stattfinden zu lassen.

Wie reagierte Stein?

Stein sagte nach dem Gerichtstermin zur "The Detroit Free Press", dass die Neuauszählung bislang darauf hindeute, dass es Probleme beim Wahlverfahren in Michigan gegeben habe – besonders in Gemeinden mit Minderheiten und geringen Einkommen.

Stein selbst hatte bei der US-Wahl landesweit nur ein Prozent der Stimmen auf sich vereint. Die knappen Ergebnisse in den drei Bundesstaaten hatten sie stutzig gemacht.

Diese Dinge, hat Trump wirklich gesagt

Über mexikanische Einwanderer sagte Trump:
Über Frauen, mit denen er Sex hatte:
Über sich selbst:
Über Hillary Clinton:
Über den IS und Obama:
Über eine Mauer zu Mexiko:
Über einen Chinesen, dem er eine Wohnung verkauft hat:
Über Politiker in Washington:
Über Verlierer:
Über Bio-Essen:
Über Schwarze:
Über seine Kindheit:
1/12
Wie sieht es in anderen Staaten mit der Prüfung aus?

Am Freitag soll es eine Anhörung in Pennsylvania geben, ob dort noch einmal neu ausgezählt wird. In Wisconsin läuft derzeit eine Stimmenauszählung – dabei hat Trump seinen Vorsprung gegenüber Clinton weiter ausgebaut.

Hätte Hillary Clinton überhaupt noch eine Chance?

Das ist sehr unwahrscheinlich. In den drei Staaten galt Demokratin Clinton zwar als Favoritin. In Michigan war das Ergebnis am knappsten: Republikaner Donald Trump gewann gegen Clinton mit einem Vorsprung von 10.704 Stimmen oder 0,2 Prozentpunkten.

Bis zum 13. Dezember müssten die Nachzählungen abgeschlossen sein. Einen Einfluss auf das Endergebnis der Wahl werden sie wohl nicht haben.


Today

Warum Justin Trudeau so weinen muss

Selten sieht man Staatschefs weinen. Doch der kanadische Premierminister Justin Trudeau zeigte jetzt, wie sehr ihn die Geschichte einer syrischen Flüchtlingsfamilie bewegte. Die Tränen flossen über seine Wange.