Das sind die wichtigsten Ereignisse der Wahlnacht.
Donald Trump wird der 45. US-Präsident.

In New York trat er am frühen Mittwochmorgen vor seine Anhänger. Trump sagte: "Ich werde Präsident aller Amerikaner." Zuvor berichtete er von einem Telefonat mit Hillary Clinton, in dem sie ihre Niederlage einräumte. Sie hat die Wahl verloren, Trump bedankte sich für ihr Engagement.

Donald Trump hat noch vor Auszählung aller Stimmen 276 Wahlmänner, sogenannte Electorals, hinter sich vereint (Politico). In den Bundesstaaten werden Electorals gewählt, je mehr Menschen in einem Staat leben, desto mehr. Wer mindestens 270 Electorals auf sich vereint, gewinnt die Wahl.

(Bild: Politico )
Die Wahlnacht in 60 Sekunden:

In seiner Siegesrede versprach Trump, Präsident aller Amerikaner zu werden:

"Ich meine das ernst: Jetzt ist es Zeit, zusammenzukommen als ein geeintes Volk."

Auch wenn er versprochen habe, "Amerika an erste Stelle" zu stellen, wolle er mit allen Nationen der Welt zusammenarbeiten. Trumps Rede ist versöhnlicher als es seine Töne im Wahlkampf waren. Aber der Patriotismus bleibt:

Vor der Wahl sahen Umfragen und Experten große Chancen für einen Sieg Hillary Clintons. Jetzt, wo tatsächlich Stimmen gezählt werden, sieht das ganz anders aus.

Trump holte unter anderem Florida und Ohio, New York und Kalifornien gingen an Clinton.

Clinton und Trump lagen in den Prognosen nahe beieinander. Gute Chancen hat, wer die wichtigen Staaten Florida, North Carolina, Ohio, Iowa und Pennsylvania für sich entscheiden kann. Die Staaten sind sogenannte Swing States – mal gewinnen ihn die Republikaner, mal die Demokraten. Gerade hier war Trump unerwartet stark. Er gewann unter anderem in Florida, Ohio und Pennsylvania.

Warum war Florida wichtig?

Beide Kandidaten konnten auf eine große Wählerschaft hoffen: Der Staat besteht aus weißen Rentnern und jungen Latinos. Insgesamt 29 Electorals können in Florida geholt werden.

Die US-Medien nennen Florida einen "battleground state". Vor allem 2000 und 2004 waren die Ergebnisse so knapp, dass sie noch nicht in der Nacht ausgezählt werden konnten (ABC News).

Die Wahlnacht in Bildern:
1/12
Was brauchte Clinton zum Sieg?

Sie musste die sogenannten "Rust Belt"-Staaten holen – die Arbeiterstaaten im Nordosten der USA. Das sind unter anderem Pennsylvania, Michigan und Wisconsin. Doch Trump konnte auch hier punkten, ihm kann der Vorsprung nicht mehr genommen werden.

Electorals? Was ist das?

Electorals sind die Wahlmänner und -frauen – insgesamt gibt es 538 in den USA. Die US-Bürger wählen den Präsidenten nicht direkt, sondern bestimmen Electorals, die dann den Präsidenten küren. Hier erfährst du alle Hintergründe:

Die Wahl im Rückblick – was war im vergangenen Jahr passiert?
Beide müssen sich zunächst innerhalb der Republikanischen und Demokratischen Partei gegen Mit-Kandidaten durchsetzen – der Vorwahlkampf beginnt. Und er ist schmutzig.
Früh wird klar, dass Trump ein Sexist ist. Im August 2015 beschimpft er die Journalistin Megyn Kelly, "Blut komme aus ihrem wasauchimmer":
Hillary Clinton bekommt im Frühjahr 2016 Ärger wegen ihrer E-Mail-Affäre: Sie soll als Außenministerin Staatsgeheimnisse über private Mail-Server verschickt haben. Das FBI ermittelt.
Spätestens ab August beginnt der Schmutz: "Dick Pics" von Anthony Weiner werden veröffentlicht. Er ist der Mann von Clintons persönlicher Assistentin Huma Abedin.
Auch ein Schwächeanfall von Clinton – ausgerechnet am Jahrestag von 9/11 – wird zum Thema.
Trump sagt daraufhin im ersten TV-Duell, Clinton fehle die Kraft für das Präsidentenamt.
Beim zweiten und dritten TV-Duell dreht sich daher auch viel um den Sexismus und Populismus von Trump. Clinton gilt nun als Favoritin.
Erst am Sonntagabend ruderte FBI-Chef James Comey zurück. Doch die zwei Wochen haben ausgereicht, um Trump in den Umfragen noch mal aufschließen zu lassen.
1/12

Videos

Es ist Trump! So reagieren junge Menschen auf einer Wahlparty

Donald J. Trump ist der neue US-Präsident – und viele Millenials sind entsetzt. Wir waren auf einer Wahlparty in Hamburg und haben junge US-Bürger gefragt:

Wie fühlt ihr euch jetzt? Und was erwartet ihr von Präsident Trump?