Bild: Getty Images/Spencer Platt

Brennende Flaggen, aufgeknüpfte Trump-Puppen und viel Wut: In dutzenden US-Städten sind Tausende Demonstranten gegen den gewählten US-Präsidenten Donald Trump auf die Straße gegangen. Die meisten sind Studenten und Schüler. Sie wollen den Sieg des Republikaners über die demokratische Kandidatin Hillary Clinton nicht akzeptieren und ein Zeichen für Frauenrechte und Vielfalt setzen.

Nach Angaben der "New York Times" gingen vor allem in Washington, New York und Dallas Studenten demonstrieren. Auch im kalifornischen Oakland, in Boston, Chicago und Seattle fanden spontane Kundgebungen statt.

    Die Proteste im Video:

    Es ist bereits die zweite Protestnacht: Die ersten Studenten hatten sich bereits kurz nach Bekanntwerden von Trumps Sieg am frühen Mittwoch versammelt (bento). Am Mittwochabend (US-Ortszeit) wurden die Proteste nun deutlich größer.

    So werden die Anti-Trump-Proteste auf Twitter begleitet:
    1/12

    Am häufigsten wurde "Nicht mein Präsident" und "Fuck Trump" gerufen, auf vielen Demos hielten die Studenten Schilder mit "Keine Unterstützung für Rassismus" oder "Einwanderer machen Amerika stark" hoch.

    Es blieb allerdings nicht überall friedlich:
    • Nach Polizeiangaben hatten Studenten der UCLA in Oakland eine Straße blockiert, Fenster eingeschlagen und kleine Feuer entzündet (San Francicso Gate). Auch eine US-Flagge und ein Trump-Portrait wurden angezündet.
    • Auch in Los Angeles gingen Tausende Demonstranten auf die Straßen, einige Hundert hätten später einen Freeway blockiert. Mindestens 13 Personen wurden festgenommen ("L.A. Times").
    • In New York verstopften mehrere Demonstranten die Kreuzung vor dem Trump Tower. Sie riefen unter anderem "Dump Trump"

    Viele junge Wähler sind wütend auf das Wahlergebnis – sie fühlen sich nicht gehört. Vor allem ältere US-Bürger hatten für Trump gestimmt:

    (Bild: CNN )
    Du möchtest die wichtigsten Geschichten rund zum die US-Wahl noch mal nachlesen? Hier findest du alle bento-Texte.

    Tech

    Eugenias Freund ist gestorben. Als Chatbot lebt er weiter

    Roman Mazurenkos Tod kam früh und schnell. Bei einem Spaziergang in Moskau wurde er von einer heranrasenden Limousine aus dem Leben gerissen. Sein Körper wurde begraben. Doch für viele seiner Freunde lebt Roman weiter, zumindest ein bisschen.

    Romans Weiter-Existieren ist das Werk seiner besten Freundin: Eugenia Kuyda. Zuerst sei sie im Schock gefangen gewesen, erzählte die 29-Jährige dem Online-Portal "The Verge". Zu vieles habe sie ihrem Freund noch sagen wollen.

    Dann sei langsam eine Idee in ihr gereift:

    Sie wollte einen Chatbot erschaffen, dem sie all das Ungesagte mitteilen kann – und der Bot sollte als Roman antworten.