Durch den Haushaltsstreit in den USA, werden gerade zahlreiche Mitarbeiter von Behörden nicht bezahlt.  Hunderttausende Bedienstete wurden in den unbezahlten Zwangsurlaub geschickt – dementsprechend liegt vieles im Land still. (SPIEGEL ONLINE)

Doch bekanntlich geht die Sicherheit immer vor, deshalb arbeiten unter anderem gerade etwa 10.000 Fluglotsen in den USA, obwohl sie seit Wochen nicht bezahlt werden. 

Jetzt haben die amerikanischen Fluglotsen eine Solidaritätsbekundung von unerwarteter Seite erhalten: Ihre Kollegen aus Kanada schicken Pizza. Seit Tagen.

Denn dadurch, dass die amerikanischen Fluglotsen weiterarbeiten, sichern sie den gemeinsamen Luftraum. Kanadische und amerikanische Fluglotsen arbeiten zusammen, übergeben sich gegenseitig Flugzeuge, die ihren Luftraum durchfliegen, um sie sicher von A nach B zu bringen.

Die Idee mit der Pizzalieferung entstand in Edmonton in Kanada, wo sich die Kollegen Gedanken darüber machten, wie sie ihren amerikanischen Kollegen in Anchorage, Alaska, etwas Gutes tun könnten. Die beiden Kontrollzentren arbeiten direkt zusammen.

Auch andere Einrichtungen aus Kanada stiegen daraufhin ein und schickten Pizza an ihre amerikanischen Kollegen. Bis Sonntagnachmittag sollen 36 amerikanische Einrichtungen 300 Pizzas aus Kanada bekommen haben. (SWR3)

Peter Duffey, Chef des kanadischen Fluglotsenverbands CATCA, erklärte der kanadischen HuffingtonPost, dass es leider nicht möglich sei, den Tausenden amerikanischen Kollegen finanziell zu helfen. Aber eine Geste, wie die Pizzas, sei zumindest möglich und helfe den Kollegen vielleicht ein wenig durch die schweren Zeiten des Shutdowns. 

Wie kam es zum Shutdown in den USA?

Im Dezember musste die US-Regierung den Übergangshaushalt verabschieden, damit sämtliche Behörden auch weiterhin arbeiten können. Die von Trump geforderten fünf Milliarden Dollar für den Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko waren in dem vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Haushalt allerdings nicht enthalten – weshalb der US-Präsident ihn nicht unterzeichnen wollte.

Seit dem 21. Dezember stehen Teile der Regierung deshalb still – und eine Einigung ist nicht in Sicht. Die Demokraten, welche die Mehrheit im Repräsentantenhaus haben, beharren auf ihrer Position, kein Geld für die Mauer stellen zu wollen. Für Trump aber war der Bau der Mauer eines seiner größten Wahlversprechen – er will es unbedingt durchbringen. (bento)


Style

Dieser Account zeigt, warum wir uns auf graue Haare freuen können

Kein noch so dicker Pickel kann mit diesem Moment vor dem Spiegel mithalten: Ohje, ist das da etwa ein graues Haar? Es ist bestimmt nur blond? Nein. Es ist struppig. Es ist grau. Sehr grau. Oh mein Gott!

Das erste Exemplar taucht häufig noch vor der ersten Falte auf – und löst Panik aus. Sofort stellen sich Dutzende Fragen: Werden es noch mehr? Zupfe ich es erst mal raus? Muss ich mir die Haare färben? Bin ich jetzt alt?

Aber warum sehen viele graue Haare nicht als selbstverständlich – sondern machen so ein Drama um sie? Weil Werbeanzeigen und Medien es uns vorgaukeln? 

Früher oder später wachsen sie allen, graue Haare stehen fürs Altwerden – aber gelten nicht gerade als sexy. Es ist eben keine Farbe wie blond oder braun, zumindest nicht in den Zwanzigern. 

Das will Martha Truslow Smith aus Charlotte in North Carolina mit ihrem Instagram-Account Grombre ändern. Dort zeigt sie Frauen, die zu ihrem grauen Haar stehen und aufhören, Geld und Zeit ins Färben zu investieren. Vor etwa zwei Jahren, im Alter von 24, begann sie mit ihrem Aufruf. Heute hat sie mehr als 65.000 Follower.