Beim Thema Glaube ist ja immer besondere Rücksicht gefragt: Allzu schnell sind die religiösen Gefühle verletzt, allzu schnell entsteht Streit.

Umso überraschender kommt nun dieses Urteil:

Die "Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters e.V." ist keine Religionsgemeinschaft. 

Das verkündete das Oberlandesgerichtes Brandenburg am Dienstag. Damit entgehen den Pastafaris, den Anhängern des Spaghettimonsters, in Deutschland die Rechte, die andere Religionsgemeinschaften haben. (SPIEGEL ONLINE)

Eigentlich hat die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters alles, was eine anständige Religion braucht: Eine Gottheit (das Spaghettimonster), hingebungsvolle Gläubige (die Pastafari), ein Glaubensbekenntnis (das Monsterunser) und Gottesdienste (die Nudelmessen).

Gegründet wurde die Kirche einst als Parodie auf real existierende Religionen. 

Ein amerikanischer Physiker reagierte damit auf Kreationisten, die in US-Schulen die biblische Schöpfungslehre gleichberechtigt neben der Evolutionstheorie unterrichten lassen wollten.

Warum gab es nun ein Urteil über eine Fake-Religion?

In der Stadt Templin in Brandenburg hatten Pastafaris Schilder aufgestellt, die auf ihre wöchentlichen Nudelmessen hinwiesen. Dem Land Brandenburg passte das überhaupt nicht, die Schilder wurden verboten. 

Diesen Streit beendete nun das Oberlandesgericht, indem es dem Land Recht gab und dem Spaghettimonster seine Göttlichkeit absprach.

Begründet wurde das Urteil mit einer fehlenden "gemeinsamen Weltanschauung". Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters imitiere lediglich Texte und Symbole der christlichen Religion als Mittel der Satire, so das Gericht. Deshalb habe sie auch nicht dieselben Rechte wie beispielsweise christliche Kirchen.

Was dieses Urteil mit den Pastafaris weltweit macht, ist ungewiss. 

In einer ersten Reaktion auf seiner Website nannte der Verein das Urteil "sehr merkwürdig" – vermutlich eine starke Untertreibung.


Gerechtigkeit

Nein, die AfD hat keine Wahlbeobachter nach Deutschland bestellt

In knapp zwei Monaten ist Bundestagswahl. Experten werden anwesend sein, um die Wahl zu beobachten. 

Nun sagt die AfD: Die Wahlbeobachter kommen dank unserer Initiative!

Die Parteivorsitzende Frauke Petry jubelte auf Facebook: