Neues aus dem Neuland

Das Internet braucht neue Regeln – sagt jedenfalls die Europäische Union. Die neuen Regeln sollen sich vor allem auf das Urheberrecht konzentrieren und große Online-Plattformen wie YouTube oder Facebook in die Pflicht nehmen, schon während des Hochladens von Bildern, Videos und Texten zu prüfen, ob diese irgendwie urheberrechtlich geschützt sein könnten. (bento)

Julia Reda, Mitglied der Piraten-Partei, Vorsitzende der Young Pirates of Europe und Mitglied der Grünen-Fraktion im Europaparlament, kritisierte das Vorhaben, das vor allem vom CDU-Europaabgeordneten Axel Voss vorangetrieben wird. 

"Das haben sich Leute ausgedacht, die die Technologie nicht verstanden haben und nicht auf dem Schirm haben, was für komplexe Entscheidungen, man beim Urheberrecht eigentlich treffen müsse", sagte sie. "Gerade die CDU geführten Ministerien haben wohl großen Druck auf das SPD geführte Justizministerium ausgeübt, das für Urheberrecht zuständig ist."

Unter dem Hashtag #niemehrCDU kritisierten auf Twitter unter anderem YouTuber wie "Gronkh" oder "Unge" die Partei, nachdem Axel Voss bekanntgab, dass sich die Unterhändler der EU-Länder wohl vorläufig geeinigt hätten.

Und auch auf anderem Wege kommt die Kritik bei der CDU an: per E-Mail.

Weil die Mails aber "alle" von Gmail-Konten (ehemals Google Mail) zu stammen scheinen, wittert Sven Schulze, Europaabgeordneter der CDU für Sachsen-Anhalt und Mitglied der Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament, eine Verschwörung und schreibt:

Die knapp 5,5 Tausend Replys auf seinen Tweet zeigen aber, wie falsch er mit den Fake-Vorwürfen liegt.

Und dass er das Internet scheinbar nicht verstanden hat.

Tatsächlich ist Gmail mit rund 1,4 Milliarden Nutzern weltweit der am meisten genutzte E-Mail-Provider (Süddeutsche). An Sven Schulze scheint diese Information aber vorbeigegangen zu sein. 

Vielleicht helfen ihm die Reaktionen auf den Tweet aber auch dabei, zu verstehen, dass im Internet tatsächlich auch echte Menschen unterwegs sind – und dass das Leben dieser Menschen von einem Uploadfilter beeinflusst werden könnte.


Today

US-Mediziner warnen vor neuer "Zombie-Krankheit" – würdest du einen Ausbruch überleben?
Bisher tritt sie bei Hirschen auf.

In den USA sorgt eine neuartige "Zombie-Krankheit" für Unruhe. Die Nervenkrankheit ist in mindestens 24 Bundesstaaten nachgewiesen – und betrifft vor allem Hirsche, Rehe und Elche. 

Nun aber warnt die US-Gesundheitsbehörde: Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist die Zombie-Hirsch-Krankheit auf den Menschen übertragbar.

Die Warnung gab das "Center for Disease Control and Prevention" heraus. Das ist jene Behörde, die in der Zombieserie "The Walking Dead" in die Luft gejagt wird. Im echten Leben steht sie noch – und beschäftigt Mediziner, die sich mit der Erforschung ansteckender Krankheiten beschäftigen.

Und die haben nun die "Chronic Wasting Desease" (CWD) näher untersucht, so wird die Zombie-Hirsch-Krankheit genannt. Warum der Vergleich mit Zombies? 

Weil die Symptome der Nervenkrankheit bei den Tieren an Untote erinnern:

  • Sie sollen ihren Körper schlechter unter Kontrolle haben und stark sabbern,
  • sie sollen weniger Angst vor Menschen haben, 
  • drastisch an Gewicht verlieren
  • und zunehmend aggressiver werden.