Der italienische Schriftsteller und Wissenschaftler Umberto Eco ist am Freitagabend im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war vor langer Zeit an Krebs erkrankt. Bereits sein erster Roman "Der Name der Rose" – ein mittelalterlicher Kriminalroman von 1980 – machte ihn weltberühmt. Als das Buch veröffentlicht wurde, war Eco bereits ein gestandener Wissenschaftler und Publizist. Er lehrte lange Zeit an der Universität von Bologna. Vielen Studenten ist das Werk "Einführung in die Semiotik (Zeichenlehre)" bekannt, das heute als Standardwerk gilt. La Repubblica

„"Wenn man sich in seinem Leben mit Dingen beschäftigt, ändert sich ständig alles. Und wenn sich nichts ändert, bist du ein Idiot." “
Umberto Eco

Eco konnte mit beeindruckend lebendiger Sprache spannende Abenteuer erzählen. Als Publizist mischte er sich in die italienische Politik ein. So gründete er 2002 gemeinsam mit anderen Engagierten die Gruppe "Libertà e Giustizia" ("Freiheit und Gerechtigkeit"), die immer wieder die Machenschaften des langjährigen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi kritisierte. In seinem zuletzt erschienen Roman "Nullnummer" (2015) befasste sich Eco mit Presse und Politik im heutigen Italien. Süddeutsche