Es ist eine Art Freibrief zum Pöbeln.

Twitter gehört zu den schnellsten und unmittelbarsten Nachrichtenkanälen der Welt. Und zu denen, wo am meisten zu Bruch gehen kann – gerade wenn Donald Trump twittert. Der US-Präsident benutzt den Kurznachrichtendienst, um zu beleidigen, Lügen zu verbreiten, andere anzupöbeln. Manchmal droht er auch indirekt mit einem Atomkrieg.

Längst haben sich viele Nutzer gefragt: Warum sperrt Twitter Trumps Ausfälligkeiten nicht? 

Nun hat der Dienst eine Antwort geliefert.

Am Dienstag aktualisierte Twitter sein Help Center – um einen Eintrag für "sehr wichtige" Twitter-Nutzer. Also solche wie Trump.

  • Grundsätzlich seien Tweets mit Beleidigungen und Pöbeleien verboten. 
  • Aber vieles müsse man "im Kontext" sehen. 
  • Um jeden Blickwinkel zu sehen, werden daher manchmal kritische Tweets erlaubt.

Trump wurde in den Verhaltensregeln zwar nicht namentlich erwähnt, aber der Pöbel-Freibrief klingt wie auf ihn zugeschnitten:

Es kann seltene Ausnahmen geben, wenn wir kontroverse Inhalte oder Verhalten, das sonst gegen unsere Regeln verstößt, zulassen – weil wir glauben, dass es von öffentlichem Interesse ist.

Aber Twitter macht auch deutlich, dass sich das öffentliche Interesse ja mal ändern könne: Dann müssten Tweets auch nicht "dauerhaft erhalten" bleiben. 


Gerechtigkeit

Ehe für alle: Australien stimmt für die Liebe
Jetzt muss nur noch die Regierung handeln.
Australien hat abgestimmt – und sich für die Ehe für alle entschieden. 

Bei einer Volksbefragung konnten alle registrierten australischen Wähler "Ja" oder "Nein" zur gleichgeschlechtlichen Ehe ankreuzen. Nun wurde nach acht Wochen die Briefwahl ausgewertet. 

Das Ergebnis ist eindeutig: Über 7,8 Millionen Australier und damit 61,6 Prozent der Teilnehmenden möchten, dass die Ehe auch schwulen und lesbischen Paaren ermöglicht wird. 4,87 Millionen Menschen (38,4 Prozent) stimmten gegen eine Gesetzesänderung. (Australian Bureau of Statistics)