Bild: Oliver Berg/dpa

Mehrere Deutsche sind schon in der Türkei inhaftiert, nun wurden zwei weitere Bürger aufgrund "politischer Vorwürfe" festgenommen. Die Festnahme habe am Donnerstag am Flughafen von Antalya stattgefunden, so die stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amts, Maria Adebahr, am Freitag in der Bundespressekonferenz. (SPIEGEL ONLINE)

Die Festnahme fällt auf ein brisantes Datum: Der deutsch-türkische Journalist Deniz Yücel sitzt seit 200 Tagen in Haft. Insgesamt sind mittlerweile 55 Deutsche in der Türkei inhaftiert.

  • Das deutsche Generalkonsulat in Izmir wurde über die Festnahme der beiden Deutschen informiert. 
  • Beide besitzen die alleinige deutsche Staatsangehörigkeit.
  • Die Bundesregierung versucht, Kontakt herzustellen. 

Von den 55 inhaftierten Deutschen wurden zwölf wegen politischer Gründe festgenommen. Die Türkei wirft ihnen unter anderem Terrorpropaganda vor, die Anschuldigungen werden aber nicht belegt. Die deutsche Regierung erhält keinen ungehinderten Zugang zu den Inhaftierten.

Warum ist das wichtig?

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan regiert das Land zunehmend autokratisch. Um seine Macht zu sichern, schürt er in der Bevölkerung ein klares Feindbild – Oppositionelle sind für ihn alle Terroristen. 

Deutschland hat dies mehrfach kritisiert. Erdogan wirft der Bundesregierung daher Einmischung vor und beschimpft deutsche Politiker als Nazis. Die Hasstiraden und die Festnahmen ganz normaler Staatsbürger sollen seinen Kurs bestätigen. Tatsächlich lenkt er mit der Dauererregung von echten Problemen im Land ab. Nur die Hälfte der türkischen Bevölkerung steht tatsächlich hinter Erdogan (bento).


Fühlen

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