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Plötzlich geht alles ganz schnell.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will seine Macht ausweiten – und hat neue Wahltermine angekündigt. Die Präsidenten- und Parlamentswahlen in der Türkei sollen überraschend bereits im kommenden Juni stattfinden. Das teilte der Staatschef am Mittwoch mit. (SPIEGEL ONLINE)

Die Wahl ist damit um anderthalb Jahre nach vorne verschoben.

Ursprünglich war sie für November 2019 geplant.

Was bedeutet die Entscheidung?

Erdogan wird den eiligen Termin nutzen wollen, um seine Macht auszubauen. Bereits seit dem gescheiterten Putschversuch vom Sommer 2016 wird die Opposition in der Türkei immer stärker in ihren Möglichkeiten eingeschränkt.

Durch die vorgezogene Wahl bleibt anderen Parteien nur noch wenig Raum für einen Wahlkampf, Erdogans Partei AKP kann als Regierungspartei hingegen punkten. 

Noch eine weitere Änderung bringt die Wahl mit sich: Das im April 2017 per Volksentscheid eingeführte Präsidialsystem kann so schneller eingeführt werden. Dadurch bekommt Erdogan als Staatschef deutlich mehr Macht. (bento)

Und nun auch schneller. 


Gerechtigkeit

Die Polizei hat bei einer Großrazzia ein Zuhälter-Netzwerk in Deutschland gesprengt
Die Täter hatten Frauen und Männer aus Thailand für sich arbeiten lassen.

Die Polizei ist am Mittwoch mit einer Großrazzia gegen illegale Prostitution in ganz Deutschland vorgegangen. Von 6 Uhr morgens an wurden mehrere Häuser durchsucht, die zu einem Schleuser- und Zuhälternetzwerk gehören sollen. Die Polizei hat mehr als 100 Personen vorläufig festgenommen.

Insgesamt wurden außerdem sieben Haftbefehle vollstreckt, das heißt es wurden dringend Tatverdächtige festgenommen. Der Einsatz dauerte am Mittwochnachmittag immer noch an. (SPIEGEL ONLINE)