Trumps Taco-Manöver

Donald Trump hat sich für ein Foto eine riesige Taco Bowl servieren lassen – seine Art, den Cinco de Mayo zu feiern und zu sagen "I love Hispanics!".

Der mexikanische Feiertag erinnert an einen Sieg mexikanischer gegen französische Truppen im Jahr 1862. In Mexiko ist der Tag eher unbedeutend, vor allem in den USA lebende Mexikaner feiern ihn. Also jene Menschen, die Trump in seinem Wahlkampf gerade noch als Vergewaltiger beschimpft hat, die es abzuschieben gilt. Hinter die große Mauer, die er zwischen Mexiko und den USA bauen will.

(Unten rechts, das Foto von einer Frau im Bikini? Das ist Marla Maples, Trumps Ex-Frau.)

Live aus Nordkorea

Rund 24 Millionen Menschen leben in Nordkorea, von der Welt abgeschottet und streng kontrolliert. Wenn neben staatlicher Propaganda etwas nach außen dringt, dann sind es Horrorgeschichten von Geflüchteten und die Berichte von unter Aufsicht stehenden Besuchern.

Oder ein Facebook-Livestream: Anna Fifield ist für die "Washington Post" in Nordkorea und hat einfach eine Übertragung aus ihrem Hotelzimmer gestartet. Sie ist in Pjöngjang, um vom ersten Parteitag der alles bestimmenden Arbeiterpartei seit 36 Jahren zu berichten. Im Video schildert sie ihre ersten Eindrücke.

Justin Timberlake fühlt den Sommer

"Can't Stop the Feeling" heißt das erste neue Lied von Justin Timberlake in drei Jahren – und es ist süßer, sommerlicher Pop. Offenbar ein Vorgeschmack auf die Musik, die er zu "Trolls" beisteuert. Der Animationsfilm soll im November in die Kinos kommen.

Im Video zu "Can't Stop the Feeling" treten allerlei Stars auf, was man in Deutschland aktuell allerdings nicht bewundern kann: Das offizielle Video ist auf YouTube gesperrt, weil sich Google und die Rechteverwertungsgesellschaft Gema seit Jahren nicht auf ein Bezahlmodell einigen können. Spotify zum Beispiel hat den Song.

(Bild: Giphy )
Facebook testet neue App

Zufällig sind wir in einer Gruppe von Facebook-Nutzern, deren Android-App plötzlich neue Funktionen bereithält. Wie Facebook die App künftig umbauen und die Timeline radikal verändern könnte: bento

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Netflix' unglücklicher Serienstart

Die neue französische Serie "Marseille" startet ausgerechnet jetzt – wo der Frühling doch sogar im Norden Deutschlands ankommt. Wer will da auf der Couch sitzen, um die neue Variante von "House of Cards" zu sehen? Die Serie erzählt von korrupten Politikern, statt Machtkalkül setzt "Marseille" auf Sex. Mehr über die Serie: bento

bento-App

bento gibt es auch als App
Kostenloser Download: Android | iOS

Streaming

Wir haben uns die neue Netflix-Serie "Marseille" angesehen
Wird "Marseille" das europäische "House of Cards"?

Zur Einstimmung gibts ein Näschen. Bürgermeister Robert Taro (Gérard Depardieu) schnupft das Koks, den schweren Körper gesenkt, in einem in kaltes Blau getauchten Kabuff direkt aus einem handlichen Röhrchen. Dann tritt er aus dem kleinen Raum auf die Ehrentribüne des brodelnden Fußballstadions Vélodrome in Marseille; der Körper richtet sich auf, der Blick weitet sich, die Sonne lacht vom Himmel. Seit 20 Jahren gilt: Das ist Taros Stadt! Aber wie lange noch?

Die Eingangssequenz von "Marseille" gibt denn auch gleich die Richtung der achtteiligen Thriller-Serie vor: Die Hinterzimmerperspektive wird ins Panorama geweitet und führt ins Leben und Sterben der Stadt; in die Luxusquader mit Meerblick, die Sozialbausiedlungen mit beschränktem Hoffnungshorizont, auf die aufgebrezelten Promenaden und muffelnden Fischmärkte.