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Es ging um Kontakte nach Russland.

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Ex-General Michael Flynn, gibt sein Amt auf. Es ist der erste Rücktritt eines hochrangigen Mitarbeiters Trumps. Flynn stolperte über einen Streit, bei dem es um seine Kontakte nach Russland ging. Er soll nach der Wahl mehrfach mit dem russischen Botschafter in den USA telefoniert und darüber Vizepräsident Pence nur unvollständig informiert haben. (SPIEGEL ONLINE)

Das wurde Flynn vorgeworfen

Flynn hatte Ende Dezember mit dem russischen Botschafter in Washington telefoniert – zur gleichen Zeit, als Noch-Präsident Obama neue Sanktionen gegen Russland verhängte. Trumps ebenfalls umstrittener Sprecher Sean Spicer (bento) sagte damals, es sei in den Gesprächen nicht um die Sanktionen gegangen. Ehemalige Mitarbeiter widersprachen dem später jedoch.

Kritiker befürchteten, dass Flynn als nationaler Sicherheitsberater wegen seiner Kontakte erpressbar sein könnte. Nach Medienberichten warnte das Justizministerium schon Ende Januar vor einem solchen Fall ("Washington Post"). Flynn hatte immer wieder dafür geworben, die Kontakte zu Russland zu verbessern. Bei einer Jubiläumsfeier des russischen Staatssenders Russia Today saß er 2015 direkt neben Kreml-Chef Putin.

Was der Rücktritt für Trump bedeutet

Der Rücktritt Flynns kam für Beobachter nicht unerwartet. Schon in den vergangenen Tagen weigerten sich Mitarbeiter Trumps und der US-Präsident selbst, dem Sicherheitsberater öffentlich das Vertrauen auszusprechen. Offensichtlich fürchteten sie, mit dem umstrittenen Ex-General in Verbindung gebracht zu werden und hofften auf einen Rücktritt. 26 Tage nach dem Start einer neuen Regierung allerdings ein ungewöhnliches Vorgehen.

Für manche Kritiker aber auch ein Zeichen der Hoffnung:

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Gerechtigkeit

Warum sich Trump und Trudeau ausgerechnet beim Thema Frauenrechte einig sind

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