Bild: CNN

Sie gehört nicht zu den Wählerinnen, die Donald Trump begeistern will, eher zu denen, die er immer wieder bekämpft mit seinen Worten. Rose Hamid, 56 Jahre, Flugbegleiterin, Mutter dreier Kinder und Tochter eines palästinensischen Vaters und einer kolumbianischen Mutter. Sie trägt Kopftuch, ist Muslima, sogar Präsidentin von Muslim Women of the Carolinas, berichtet "Vice".

Am Freitag nahm Hamid an einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump in South Carolina teil. In den USA beginnen im Februar die Vorwahlen. Trump will für die Republikaner als Präsidentschaftskandidat antreten, seit Monaten liegt er in den Umfragen vor. Trotz oder leider vermutlich gerade wegen radikaler Forderungen wie dieser: Anfang Dezember sagte er, er wolle keine Muslime mehr in die USA lassen. "You're going to have more World Trade centers", so begründete Trump damals seine radikale Position.

Warum die Muslima Rose Hamid überhaupt zu Trump geht? Dem Fernsehsender CNN sagte sie: "I figured that most Trump supporters probably never met a Muslim." Das sollte sich ändern, sie bekam sogar einen Platz in den Reihen hinter Trumps Rednerpult. Zunächst seien viele Menschen sehr freundlich zu ihr gewesen, sagte Hamid. Eine Frau habe ihr die Hand gegeben und gesagt: "I'm so sorry this is happening to you."

Dann sprach Trump über Syrien, wieder einmal. Als er sagte, die Menschen, die aus dem Land flüchteten, hätten sich alle dem sogenannten "Islamischen Staat" angeschlossen, da stand sie auf, die Hände vor dem Bauch übereinander gelegt, auf der Brust ein gelber Stern, "Muslim" stand darauf und auf ihrem Hemd: "Salam, I come in peace".

Plötzlich sei die Stimmung gekippt, sagte Hamid später, in eine "hateful crowd mentality". Und: "The ugliness really came out fast and that's really scary." Schnell kamen Polizisten und baten sie, ihren Platz zu verlassen. Ein Mann, so alt wie ihr Großvater, habe gerufen: "She's got a bomb." Sie habe ihn angeschaut und gefragt: "Haben Sie eine Bombe? Sie kennen mich nicht einmal."

"America is great! Trump is disgusting. Anybody but Trump."

An diesem Tag war Hamid nicht die einzige, die einen gelben Stern trug, ähnlich wie die Juden im Nazi-Deutschland, später hätten weitere Demonstranten die Kundgebung verlassen müssen, berichtet "Fox 56".

Immerhin hat Trump auch in den USA viele Gegner. Anfang des Jahres standen im Himmel über Pasadena, Kalifornien, für kurze Zeit klare Worte. Social Media sei Dank bleiben sie für die Ewigkeit: "America is great! Trump is disgusting. Anybody but Trump."

Diese drei Sätze hatten sechs Flugzeuge bei der jährlichen Rose Parade in den Himmel gepustet, mehr als eine halbe Million Menschen spazierten bei der Parade mit, es ist der größte Umzug in Kalifornien. Dementsprechend viele Menschen hielten diesen Moment mit ihren Smartphones fest:

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