Bild: dpa/ Larry W. Smith
Weniger Klimaschutz, mehr Überwachung.

Typisch Trump: Noch bevor der gewählte US-Präsident seine Ideen vorstellt, lobt er sich und sein Team im Video erst einmal. "Unser Team arbeitet sehr geschmeidig, sehr effizient. Wirklich großartige Männer und Frauen helfen uns und es werden noch mehr", verkündet er zu Beginn einer zweiminütigen Ansprache an die US-Bürger. Darin verkündet er seine Pläne für die ersten 100 Tage als US-Präsident:

Das hat Trump als erstes vor:

Als allererstes Projekt hat Trump angekündigt, das Freihandelsabkommen TTP mit den Pazifikstaaten zu stoppen. Damit will er Arbeitsplätze "wieder nach Hause" bringen. Das Thema Jobs zieht sich durch das ganze Video und ist für Trump offenbar besonders wichtig.

"Es ist tot!"
Donald Trump über TTP

Mit genau demselben Versprechen hatte die Obama-Regierung übrigens jahrelang für TTP geworben. Das Abkommen sah eine Handelspartnerschaft zwischen den USA und mehreren Staaten vor – ähnlich der TTIP-Gespräche mit der EU. Trump verspricht jetzt, anstelle eines großen Abkommens zahlreiche Einzelverträge mit anderen Ländern zu schließen. Mit welchen genau, sagt er bislang allerdings nicht.

Was Trumps Team außerdem plant:

Als zweites Vorhaben hat Trump angekündigt, "arbeitsplatzvernichtende" Einschränkungen bei der Energiegewinnung zu stoppen. Was er damit meint: Es sollen wieder mehr fossile Ressourcen ausgebeutet werden. Konkret nennt Trump Fracking und die Stromerzeugung mit Kohle. Das dabei entstehende CO2 soll nach seinen Vorstellungen unter der Erde gespeichert werden, damit es nicht den Klimawandel beschleunigen kann.

Viele Wissenschaftler kritisieren dieses Konzept jedoch, weil das klimaschädliche Gas damit nur (schlecht) versteckt, aber noch immer erzeugt wird. Hier erfährst du mehr zu Trumps Klimaplänen:

Ein weiteres Vorhaben hatte Trump so schon im Wahlkampf angekündigt: Politiker sollen künftig fünf Jahre lang keine Lobbyisten werden dürfen, wenn sie die Regierung verlassen. So will Trump "den Sumpf austrocken" – gemeint sind damit die Verhältnisse in Washington. Die Hauptstadt gilt für Trump-Wähler als Inbegriff der Korruption und undurchschaubaren Verhältnisse. Mit seinen Sprüchen über diesen "Sumpf" hatte Trump bereits im Wahlkampf gepunktet.

Nicht alle Ankündigungen sind neu:

Ein weiteres zentrales Versprechen für die ersten 100 Tage ist nicht mehr ganz so überraschend: Trump will die Aufenthaltserlaubnisse von Ausländern überprüfen. So will er einen möglichen Missbrauch von Visa-Programmen aufdecken. "Wir werden untersuchen lassen, ob amerikanische Arbeiter betrogen werden", sagt Trump.

Doch die Pläne zum "Heimatschutz" sind nicht ganz neu – unter anderem auch deshalb, weil ein potentieller Minister sich erst gestern mit den Papieren unterm Arm fotografieren lies (SPIEGEL ONLINE).

Das sind übrigens die Menschen, mit denen Trump regieren will:


Musik

Kanye West ist nach einem irren Konzert-Ausraster offenbar im Krankenhaus
Davor hatte er noch seine Tour abgebrochen

Was war da los? Nach einer selbst für seine Verhältnisse ziemlich irren Woche ist Kanye West offenbar ins Krankenhaus eingewiesen worden. Angeblich hatte es zuvor einen Notruf bei der Polizei gegeben (Washington Post). West soll es den Umständen entsprechend gut gehen. Weshalb er genau behandelt wird, ist aber weiterhin unklar. Einige Medien sprechen jedoch von einem Nervenzusammenbruch oder Schlafentzug (Sky).