Bild: dpa/Andrew Harnik
"America first"

Als Donald J. Trump die Bühne betrat, fing es an zu regnen.

Dann passierte es wirklich: Trump wurde vereidigt und ist damit der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Anschließend hielt er eine 16-minütige Rede. Für alle, die keine Lust hatten, sie sich live anzusehen, kommt hier eine Zusammenfassung.

Das sind die wichtigsten Sätze der Rede:
Von heute an wird nur noch gelten: Amerika zuerst.

"America first" war einer von Trumps wichtigsten Slogans im Wahlkampf. Trump bleibt sich also treu. Die Interessen der amerikanischen Bürger stünden bei jeder Entscheidung im Vordergrund – auch in der Außenpolitik.

Heute wird die Macht nicht nur von einer Regierung auf die andere übertragen, sondern von Washington DC auf Euch, das Volk.

Dieser Gedanke zog sich durch die gesamte Rede. Immer wieder sprach Trump von einem Machtwechsel. Die einst vergessenen Männer und Frauen sollen nun nicht mehr vergessen werden.

Wir werden den islamischen Terrorismus vom Antlitz der Erde tilgen.

Eine der schärfsten und konkretesten Stellen der Rede. Trump wird an diesem Versprechen gemessen werden – zumal er angeblich bereits einen Plan hat, um den IS zu bekämpfen, ihn aber nicht verraten möchte, um "unberechenbar" zu bleiben.

Das amerikanische Blutvergießen wird hier und heute ein Ende haben.

Amerika werde von Gangs und Kriminellen belagert, so Trump. Tatsächlich sinkt die Mordrate in den USA seit den 90er-Jahren.

​Wir werden neue Straßen, Autobahnen und Tunnel bauen.

Das enorme Infrastrukturprogramm ist eines von Trumps Wahlversprechen, so soll die amerikanische Wirtschaft angeregt werden.

Kauft amerikanisch, stellt Amerikaner ein.

Das klingt nationalistisch – ist es auch. Tatsächlich hat Trump dieses Prinzip bereits monatelang im Wahlkampf propagiert. Auch die Autobauer hat Trump in den Wochen vor der Amtseinführung mehrmals darauf hingewiesen, dass sie ihre Fabriken nun in den USA bauen müssten – und nicht zum Beispiel in Mexiko. Andernfalls müssten sie Strafzölle zahlen.

Jahrzehntelang haben wir die Armeen anderer Staaten subventioniert und dabei unser eigenes Militär vernachlässigt.

Damit sei nun Schluss, so die Botschaft Trumps. An dieser Stelle dürften auch die europäischen Regierungschefs aufgehorcht haben. Immerhin hatte Trump das transatlantische Verteidigungsbündnis Nato bereits als "obsolet" bezeichnet. Die USA leisten den größten Beitrag zur Nato.

Die Zeit leerer Worte ist vorbei. Die Zeit der Taten ist gekommen.
Wie ist die Rede zu bewerten?

Die Rede war populistisch – beinahe ausnahmslos.

Und sie hätte auch eine Wahlkampfrede sein können. Insofern ist sich Trump also treu geblieben. Schon im Wahlkampf appellierte er an das gesamte amerikanische Volk und machte Stimmung gegen "korrupte Politiker" und den "Sumpf in Washington", den er trockenlegen wolle.

Wie in seinen vorherigen Reden erweckte Trump den Eindruck, Amerika sei eine kaputte, korrupte Gesellschaft mit enormen wirtschaftlichen Problemen, die stetig größer würden. Eine Dystopie aus der es angeblich nur einen Ausweg gebe: Donald Trump.

Nun will Trump also alles besser machen. Ab jetzt wird er an diesen Versprechungen auch messen lassen müssen.

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Hier findest du ein Transkript der gesamten Rede.


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