Im kanadischen Toronto ist am Montagnachmittag (Ortszeit) ein Lieferwagenfahrer in eine Menschenmenge gerast. Zehn Menschen kamen dabei ums Leben, 15 weitere wurden bei der Fahrt in einem Geschäftsviertel verletzt. 

Die Amokfahrt erschreckt Kanada – doch ein Polizist konnte noch Schlimmeres verhindern. Indem er besonnen reagierte.

Im Internet kursiert das Video eines Augenzeugen, das Berichten zufolge die Festnahme des mutmaßlichen Täters zeigt. Darin ist zu sehen, wie der Fahrer mit einem Gegenstand in Richtung eines Polizisten zeigt und dabei "Töte mich!" sowie "Schieß' mir in den Kopf!" ruft. 

Der Polizist versucht den mutmaßlichen Täter zu beruhigen, Schüsse fielen nicht: 

Polizeichef Saunders lobte den Beamten, der den mutmaßlichen Attentäter überwältigt hat. 

Der Polizist habe die Lage schnell begriffen und so eine "friedliche Lösung" erreicht, sagte Saunders zum Fernsehsender CNN. Die kanadischen Polizisten lernen, so wenig Gewalt anzuwenden, wie möglich, ergänzte er. 

Was über die Tat bekannt ist: 

  • Der mutmaßliche Täter soll mit dem Auto auf einen Gehweg gefahren sein und dort gezielt Fußgänger überfahren haben, wie Augenzeugen berichten. 
  • Dies soll auf einer Strecke von zwei Kilometern passiert sein. Der Wagen soll bis zu 70 Stundenkilometer schnell gewesen sein.
  • Zehn Menschen starben, 15 sind verletzt. Mehrere Personen schwebten nach dem Vorfall in Lebensgefahr.
  • Nach der Amokfahrt floh der junge Mann. Die Polizei konnte ihn im Anschluss anhalten und festnehmen. (Süddeutsche Zeitung)
  • Der mutmaßliche Täter sei nicht vorbestraft, in seinem Auto sollen keine Schusswaffen gewesen sein.
  • Die zuvor geltende Terrorwarnstufe in Toronto wird nicht erhöht. Das teilte der kanadische Minister für öffentliche Sicherheit, Ralph Goodale, mit. 

Was noch unklar ist: 

  • Die Motive des 25-Jährigen. Alles sehe nach einer vorsätzlichen Tat aus, ermittelt werde in alle Richtungen, teilte Polizeichef Mark Saunders mit. Die Sender NBC und CTV berichteten unter Berufung auf Strafverfolger und Sicherheitskreise, der Täter sei vermutlich geistig verwirrt.

Suizid - Hilfe in scheinbar ausweglosen Lebenslagen

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Welche Reaktionen gab es bisher?

Kanadas Premierminister Justin Trudeau äußerte sich entsetzt über den "schrecklichen Vorfall", er dankte den Rettern vor Ort. Bundesaußenminister Heiko Maas sprach den Überlebenden des Verbrechens sein Beileid aus, ebenso die US-Regierung.

Wie geht es jetzt weiter? 

  • Am Dienstag soll der 25-Jährige dem Haftrichter vorgeführt werden.

Mit Material der dpa.


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