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Was auf Tinder Alltag ist, würde sich im wahren Leben niemand trauen. Bis auf Natasha Aponte. Sie verabredete sich über Tinder mit mehr als 100 Männern gleichzeitig, ohne dass die davon wussten. (bento)

Nun hat sie das soziale Experiment in einem Video erklärt.

Was war passiert?

Natasha hatte über eine spezielle Software mit über 100 Männern auf Tinder geschrieben und sie alle gleichzeitig auf den Union Square in New York City eingeladen. Dort lege ein befreundeter DJ von ihr auf, schrieb sie, danach könnte man noch etwas trinken gehen. 

Über hundert Männer sagten dem vielversprechenden Date zu

Was sie nicht wussten: Sie alle waren Teil eines sozialen Experiments, das sich mit Vorurteilen beim Dating auseinandersetzte.

Über 100 Männer kamen zu dem "Date"(Bild: Youtube/Screenshot bento )

Was sollte das alles?

Die Idee zum Tinder-Massendate hatte Rob Bliss. Er ist eigentlich Social-Media-Regisseur und mit seiner Werbeagentur auf virales Videomarketing spezialisiert. Ihm fiel auf, wie rücksichtslos und mit wie vielen Vorurteilen Menschen in Dating-Apps nach dem scheinbar perfekten Partner suchen. Er erklärt in einem "Bekenner-Video" seine Idee:

Diese Vorurteile auf Tinder sind doch kompletter Quatsch. Aber trotzdem macht es jeder. Aber würden sie das auch im echten Leben machen? Was wäre, wenn Natasha hunderte Kerle einladen würde und sie genau so behandelt, wie wir uns gegenseitig auf Tinder behandeln?

Wie hat das funktioniert?

Ein Date mit über 100 Männern, das ist vor allem eines: Stress. Um alle Teilnehmer des Experiments bei der Stange zu halten, schrieben Rob und Natasha den Männern anfangs ein paar Zeilen. Bald schon entschuldigte sie sich, sie müsse sich einer Hausarbeit widmen. Nach ein paar Tagen Funkstille schrieben die beiden allen Männern, dass sie nun fertig wäre und dass sie am nächsten Tag Lust auf ein Date hätte. Viele sagten zu. 

Wie reagierten die Männer?

Natasha stieg auf die Bühne, vor der sich die Männer versammelt hatten und erntete zuerst Applaus, bis sie ihren Plan erklärte:

Hey Leute! Ich bin Natasha und ihr seid heute alle hier, für ein Date mit mir.

Dann begann sie das zu tun, was man eigentlich auf Tinder macht: Sie sortierte gnadenlos aus. Zuerst sollten alle gehen, die in einer Beziehung sind, dann alle, die unter 1,80 Meter groß waren. So ging es immer weiter.

Die Kandidaten wirkten schockiert, als sie vom Experiment erfuhren(Bild: Youtube/Screenshot bento )

Das machte einige wütend. Ein Mann entriss ihr das Mikro und brüllt sauer hinein: "Schau dir an, was du mit diesen Männern machst, das ist echt scheiße!"

Einige buhten sie aus, aber ein paar ließen sich auf das "Real-Life-Tinder" ein. Sie stellten sich in eine Reihe und ließen sich von Natasha nach rechts oder links wischen, jeweils ohne sie überhaupt kennen gelernt zu haben. 

Viele machten das Real-Life-Tinder-Date trotzdem mit...

(Bild: Youtube Rob Bliss)

...und ließen sich von Natasha nach links oder rechts swipen.

(Bild: Youtube Rob Bliss)

Was war das Ergebnis?

Natasha suchte sich am Ende des Tages tatsächlich einen Kandidaten aus. Sie kam aber zu einem wichtigen Ergebnis:

Nur weil jemand nicht alles matcht, was wir attraktiv finden, heißt es nicht, dass er oder sie es nicht ist. Es ist doch absurd, Menschen danach zu beurteilen, ob sie Hunde mögen oder nicht. Das macht viele Leute wütend, aber trotzdem machen wir es die ganze Zeit.

Das ganze Video kannst du dir hier ansehen:


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