"Welcome to America"

Das neue Cover des "Time"-Magazins bringt Donald Trumps aktuelle Politik auf den Punkt: Amerika ist ein Land, das Menschenrechte ignoriert, Familien auseinanderreißt und sich immer weiter abschottet.  

"Welcome to America":

(Bild: Time )

Worauf spielt das Cover an?

Vor knapp zwei Monaten hatte die Trump-Regierung ihre sogenannte "Null-Toleranz"-Politik gegenüber illegalen Einwanderern ausgerufen. Menschen, die versuchen, illegal in die USA zu gelangen, sollen verstärkt strafrechtlich verfolgt werden. Ziel der Maßnahme: Migranten abschrecken und ihre Einreise in die USA verhindern. (New York Times)

Eine Folge dieser Politik: Familien werden getrennt. An der Grenze zwischen den USA und Mexiko sind in Hunderten Fällen Familien auseinandergerissen worden – Bürgerrechtlern zufolge geschieht das systematisch. (bento)

Am Mittwoch hieß es zunächst, Donald Trump wolle an der mexikanischen Grenze keine Kinder mehr von ihren Familien trennen. Dazu unterzeichnete er ein vorläufiges Dekret. Die Familien sollen aber eingesperrt werden – nur eben zusammen. Von einer Inhaftierung der Kinder solle nur abgesehen werden, wenn Haft schädlich für ihr Wohl sein könnte. (bento)

"Diese Regierung achtet Familien und Kinder. Aber wir sind auch ein Land mit Gesetzen", sagte ein Regierungssprecher. Er antwortete ausweichend auf die Frage, was nun mit den Kindern geschehen soll, die bereits von ihren Eltern getrennt wurden. 

Bei Twitter betonte Trump wenige Stunden später erneut, weiterhin hart durchgreifen zu wollen. 

Tagelang hatte Trump sich trotz Drucks aus der eigenen Partei geweigert durchzugreifen. Die USA – ein Land das aktuell weniger denn je für Freiheit und umso mehr für Angst steht. 

Was zeigt das Cover genau?

Ein Foto des preisgekrönten Fotografen John Moore. Seit Jahren schon fotografiert er Einwanderer an der Grenze zu Mexiko. Diese Woche wurde eine seiner Aufnahmen zu einem Symbolbild für die derzeitige Debatte.

(Bild: John Moore/Getty Images)

"Das war war hart für mich. Sie wurde in einen Lieferwagen gebracht. Ich musste danach anhalten und tief durchatmen", sagte Moore am Dienstag gegenüber der "Time" und beschrieb seine Reaktion auf die Szene eines zweijährigen Mädchens aus Honduras. Es weinte, als ihre Mutter in in Texas inhaftiert wurde. 

"Ich wollte sie abholen. Aber ich konnte nicht."

Für das Time-Cover wurde das Mädchen in einer Montage Trump gegenüber gestellt – eine Begegnung, die es im echten Leben so wohl nie geben würde.


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