Bild: dpa/Sven Hoppe
"Der Opa soll sich nicht so anstellen."

Um Tim Wiese war es ruhig geworden. Nach seiner Karriere als Fußballtorhüter fing er an zu pumpen, wog plötzlich 120 Kilo, wollte Wrestler werden und sorgte so für jede Menge Schlagzeilen (bento). 

Geklappt hat es nicht. Und so interessiert sich in den vergangenen Monaten niemand mehr für den ehemaligen Fußball-Nationalspieler.

Nun sorgt Tim Wiese mit einem Video für Aufsehen. 

Es zeigt Wiese in Bremen auf einem Parkplatz. Seinen weißen Lamborghini hat er neben dem Auto eines 91-Jährigen Rentners geparkt. Leider ein bisschen zu dicht, denn der schwerbehinderte Mann konnte offenbar mit seinem Gehstock nicht in sein Auto einsteigen.

Er beschwerte sich bei Wiese, bezeichnet ihn als Flegel, gestikuliert mit seinem Gehstock. Wiese will offenbar beschwichtigen, gibt dem Rentner einen Klaps auf den Rücken. Ein Passant filmte die Szene, die "Bild"-Zeitung zeigt es. 

Die Konsequenz: Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung, Nötigung und Körperverletzung. Eine Sprecherin sagte der Zeitung:

"Der ältere Mann musste 20 bis 25 Minuten in der Hitze warten. Er war sehr aufgebracht. Dann soll es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Dafür haben wir Zeugen und konnten Beweismaterial sichern."
(Bild: dpa/Axel Heimken)

Tim Wiese selbst sieht die Sache offenbar nicht so eng. Der Opa solle sich nicht so anstellen, sagte er der "Bild"-Zeitung. "So schlimm war das nicht. Ich wollte den nicht schubsen, sondern in den Arm nehmen, damit er sich beruhigt." Außerdem habe er selbst einen behinderten Jungen dabei gehabt. Den sieht man auf dem Video allerdings nicht.

Tim Wiese eckt in letzter Zeit häufiger an.

Es ist nicht das erste Mal, dass Tim Wiese mit seinem Lamborghini in eine Auseinandersetzung gerät. 2015 stritt er mit einer Frau vom Ordnungsamt, weil sie ihm einen Strafzettel verpasst hatte. Also warf Wiese ihr Geldscheine vor die Füße. 

Im Dezember 2017 stoppte die "SoKo Autoposer" dann Wieses Wagen in Hamburg. (Die Welt)


Fühlen

Seit ich in einer Beziehung bin, sage ich immer nur noch "wir" – so sind wir halt!
…und wir können uns nichts Schöneres vorstellen.

"Was machst du am Wochenende?" fragt mich ein Freund. Und ich sage: "Wir haben noch keine Pläne, du?" Oder ein Kollege: "Hast du den neuen Tarantino gesehen?" Und ich: "Ja, fanden wir richtig gut!" Und neulich mein Kommilitone so: "Ich liebe ja Bananenbrot!" Und ich: "Haha, ja: Wir auch voll!"

Und dann gucken alle genervt, oder verdrehen mindestens die Augen: Weil ich so ein elendiger Beziehungsmensch bin, der gar keine eigenen Meinungen und Pläne mehr hat. Der anscheinend eine so schwache Persönlichkeit hatte, dass diese komplett in der Beziehung untergehen konnte. Ein uncooles, unselbstständiges Weichei. 

Dann denkt das halt – ist uns doch egal! 

Nur ist das halt Quatsch. Denn – wenn ihr es wissen wollt, erklären wir euch das gerne – schon der alte Grieche Platon erzählte diese wunderbare Geschichte: 

Am Anfang sahen die Menschen nicht so aus, wie sie heute aussehen. Stattdessen waren sie kugelrund und verfügten zudem über vier Arme, vier Beine und zwei Gesichter, die in gegensätzliche Richtungen blickten. (Fun Fact: Diese Menschen bewegten sich hauptsächlich radschlagend voran. Macht ja auch Sinn.)