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So will der US-Bundesstaat "Kätzchenfabriken" stoppen.

Jedes Jahr zu Weihnachten passiert es: Katzen, Hunde oder Hamster warten als Überraschung unter dem geschmückten Baum – nur, um wenige Monate später von ihren neuen Besitzerinnen und Besitzern bereits wieder vergessen oder ausgesetzt zu werden. Auch in den USA ergeht es vielen Haustieren so. Doch im Bundesstaat Kalifornien ist damit seit wenigen Tagen Schluss. 

Denn seit dem 1. Januar dürfen Zoogeschäfte dort nur noch gerettete oder aus Tierheimen stammende Haustiere verkaufen. 

Mit der Initiative sollen sogenannte "Kitten Factories" (Kätzchenfabriken) und "Puppy Mills" (Welpenfarmen) gestoppt werden (CNN). Diese züchten gezielt und im großen Stil Jungtiere, um sie möglichst gewinnbringend verkaufen zu können. Auf das Tierwohl wird dabei oft nur unzureichend geachtet. 

Um das Verbot durchsetzen zu können, müssen Zoogeschäfte künftig die Herkunft der angebotenen Tiere detailiert nachweisen und angeben können. Bei Verstößen droht den Unternehmen ein Bußgeld in Höhe von bis zu 500 US-Dollar pro Tier. 

In den USA ist Kalifornien der erste Bundesstaat mit einem solchen Gesetz. Angestoßen wurde die Verschärfung des Tierschutzrechtes von Patrick O'Donnell, einem Abgeordneten der Demokraten. Das erfolgreiche Inkrafttreten des neuen "Pet Rescue and Adoption Acts" nannte er

einen großen Gewinn für unsere vierbeinige Freunde.

Neben den Haustieren sollen auch die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler von der Neuregelung profitieren. Zur Begründung verwies O'Donnell auf jährliche Kosten von etwa 250 Millionen US-Dollar für Unterbringung und Versorgung von Tieren in Tierheimen. 

Nicht wenige der abgegebenen Tiere werden bislang zudem eingeschläfert – auch dieses Schicksal soll in Zukunft möglichst vielen Katzen und Hunden erspart werden. 

Private Züchter, die einen Nachweis für die Herkunft ihrer Tiere haben, sind von der Neuregelung übrigens nicht betroffen. In Großbritannien gibt es seit dem vergangenen Jahr ein ähnliches Tierschutzgesetz. (BBC)


Gerechtigkeit

Gegen ein Grundeinkommen gibt es viele Argumente – doch das von Andrea Nahles zählt nicht dazu
Nach unten treten ist billig und geht am wahren Problem vorbei.

"Und ab morgen kriegen sie in die Fresse" – mit diesem Spruch ist Andrea Nahles vor etwas mehr als einem Jahr vielen im Gedächtnis geblieben. Der Satz richtete sich gegen CDU und CSU, doch er beschreibt vielleicht ganz gut, mit welcher Einstellung die heutige SPD-Chefin gerne Politik macht. 

Inzwischen haben sich die Umstände geändert, SPD und Union regieren wieder einmal zusammen. Doch Andrea Nahles teilt immer noch gerne aus. Auch ihr jüngster Spruch hat das Zeug, vielen in Erinnerung zu bleiben: