Und zwei Fragen und Antworten zum Stand bei den Brexit-Verhandlungen

Politikerinnen und Politiker haben Humor. Ja wirklich. Die britische Premierministerin Theresa May zum Beispiel beherrscht sogar die hohe Kunst der Selbstironie. Das hat sie jetzt auf dem Parteitag der konservativen Torys gezeigt.

Die Parteichefin lief nämlich zu dem Song "Dancing Queen" von Abba ein und tanzte sich dabei bis zum Rednerpult vor. Eine Anspielung auf ihre Tanzversuche bei Besuchen in Nairobi und Südafrika im August, für den es im Internet viel Häme gab.

Aber dabei bleib es nicht. Bevor May anfing, über ihre politischen Ziele zu sprechen, sagte sie zu den Anwesenden: "Bitte entschuldigen Sie, falls ich während der Rede husten muss. Und ich habe die ganze Nacht die Kulissen noch einmal festgeklebt."

Beim Parteitag vor einem Jahr hatte May nämlich einen Hustenanfall, und dann fielen auch noch einige Buchstaben auf der Kulisse hinter ihr ab. Doch in diesem Jahr lief alles glatt.

Thema Nummer eins war mal wieder der Brexit. Eigentlich scheidet Großbritannien im März 2019 aus der EU aus. Doch bislang konnte sich das Land mit der EU bei den Verhandlungen noch nicht einigen.

Was sagte May zu ihrere Brexit-Strategie?

  • Sie sei auch bereit, die EU ohne eine Austrittsvereinbarung zu verlassen, wenn kein gutes Abkommen für Großbritannien möglich sei. Trotzdem sei dies für beide Seiten eine schlechte Lösung. 
  • "Wenn wir zusammenhalten und die Nerven behalten, können wir ein zufriedenstellendes Abkommen für Großbritannien erreichen."

Was ist Mays Position?

Sie strebt eine Freihandelszone mit der EU für Waren, nicht aber für Dienstleistungen und den freien Personenverkehr an und will einen Teil der gemeinsamen Regeln beibehalten. Dies lehnen die EU-Partner ab.

Eines der größten Probleme ist nach wie vor die Irlandfrage: Mit dem EU-Austritt Großbritanniens müsste zwischen Irland und Nordirland eigentlich eine harte Grenze entstehen. Beobachter befürchten in diesem Fall neue Unruhen in dem ehemaligen Bürgerkriegsland. (SPIEGEL ONLINE)


Today

Mit diesem Foto von der Antarktis will Alexander Gerst uns warnen

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst, 42, ist seit Juni auf der Internationalen Raumstation (ISS) unterwegs durch den Weltraum. Währenddessen twittert er immer wieder Bilder – und macht dabei auch auf den Klimawandel aufmerksam.

Zum Beispiel im August, als er zeigte, wie sehr die Dürre Deutschland und Mitteleuropa traf. Ein "schockiernder Anblick", schrieb er damals. (bento)

Auch jetzt hat Gerst wieder einen wichtigen Anblick – aus 400 Kilometer Entfernung – mit seinen Followern geteilt. Und darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, diesen Teil unserer Erde weiter zu erforschen: Die Antarktis.

So sieht das Packeis gerade aus Gersts Entferneung aus: