So oder so ähnlich muss es wohl in der Downing Street hinter verschlossenen Türen zugehen: Gollum-Darsteller Andy Serkis aus "Herr der Ringe" parodiert zum zweiten Mal die britische Premierministerin Theresa May. Sie singt "Bohemian Rapsody" von Queen und verzweifelt immer mehr.

„Was that the right deal? Or was that just fantasy?“

Die Zeile, die im Original eigentlich "Is this the real life? Is this just fantasy" heißt, trällert May in gewohnt kratzigem Gollum-Sound in die Kamera. Dabei sitzt sie fast im Dunkeln auf dem Sofa und guckt wütend ins Bild.

Unter anderem kommen auch Politiker wie Boris Johnson oder Jeremy Corbyn darin vor, über die sich Gollum-May sehr aufregt. Fast sechs Minuten singt sie sich in Rage. 

LATEST LEAK FROM 10 DOWNING ST... Oh dear My precioussss... Was that the right deal ? Or was it just fantasy?... Open your eyes and see...

Posted by Andy Serkis on Wednesday, January 16, 2019

Schon im ersten Video hielt May am Brexit-Deal wie am Schatz aus "Herr der Ringe" fest (bento). Und auch jetzt kann sie sich nicht lösen. Der Schatz, äh Brexit, hat sie voll im Griff.

In der vergangenen Woche lehnt die große Mehrheit der Abgeordneten im britischen Unterhaus den von May ausgehandelten Brexit-Vertrag ab.

432 Parlamentarier stimmten gegen das Abkommen, nur 202 dafür. Der Oppositionsführer Jeremy Corbyn beantragte daraufhin ein Misstrauensvotum gegen May, das allerdings scheiterte. Noch ist May im Amt, abr wie es mit dem Brexit weitergeht, ist völlig offen (SPIEGEL ONLINE). Am 29. März sollen die Briten schon die EU verlassen, doch das wird immer unwahrscheinlicher. Am Montag muss die Regierung ihren Plan B im Parlament präsentieren, einen Antrag und eine Stellungnahme zu ihren weiteren Schritten. Auch ein zweites Referendum, Neuwahlen oder schlicht kein Deal sind möglich.


Gerechtigkeit

Frauen demonstrieren in Berlin für ihre Rechte: Das sind die besten Plakate
Der "Women's March" feiert ein Mini-Jubiläum.

Sie protestieren für Gleichberechtigung, für die Abschaffung des Paragrafen 219a, gegen Sexismus – und gegen US-Präsident Donald Trump. In Berlin sind am Samstag beim "Women's March" Tausende Menschen auf die Straße gegangen. 

Warum gehen die Frauen und Männer gerade jetzt demonstrieren?

Vor zwei Jahren hatte es in Washington den ersten "Women's March" gegeben. Der Anlass damals: der Amtseintritt von Donald Trump. Die Frauen wollten sich gegen einen Sexisten als Präsidenten wehren – 500.000 Menschen kamen schließlich in die US-Hauptstadt.

Auch in Berlin und vielen weiteren Städten weltweit hatte es damals ähnliche Proteste gegeben – und die Bewegung blieb. Für die Demonstration in Berlin hatten die Veranstalter rund 1000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angemeldet, auf Twitter schrieb ein Beobachter, dass es am Ende bis zu 4000 bis 5000 gewesen sein sollen. In diesem Video sieht man, wie viel los war: