Bild: Rungroj Yongrit/EPA/dpa
So will die Regierung ihnen jetzt helfen.

Rund die Hälfte der thailändischen Mönche sind offenbar zu dick. Das sagen nicht wir – sondern das steht in einem amtlichen (!) Bericht. Von den etwa 250.000 Mönchen in Thailand seien demnach etwa 48 Prozent übergewichtig.

Warum haben die Mönche Probleme mit Übergewicht?

Die Mönche in Thailand können sich nicht aussuchen, was sie essen. Sie betteln um Almosen und ernähren sich durch Spenden. Oftmals bekämen sie Fertiggerichte und das werde auf Dauer zum Problem, so Amporn Bejapolpitak, Vize-Abteilungsleiterin im thailändischen Gesundheitsministerium.

"Bei uns in Thailand steckt im Essen viel Kokosnussmilch, viel Schweinefleisch und viel Hähnchenfleisch. All das ist voll von gesättigten Fettsäuren." Dies führe zu einem schlechten Stoffwechsel und mache dick. 

Die Ordensmänner ernährten sich zwar schon seit 2500 Jahre ausschließlich über Almosen, aber das Essen habe sich in den letzten Jahren stark verändert, erklärt Amporn. "Heutzutage ist es fettiger, vieles ist extrem zuckerhaltig und macht kaum satt."

Was tut die Regierung gegen das Problem?

Mithilfe von Ernährungsplänen und Bewegungstipps versucht das Ministerium schon seit 15 Jahren, die Mönche zu mehr Gesundheitsbewusstsein zu bewegen. Bereits kleine Dinge wie Treppensteigen statt Fahrstuhlfahren sollten helfen. Allerdings gehen die Ordensmänner oft nicht auf die Hilfen ein. 

Der Mönch Sitthisako wiegt rund 130 Kilo. Obwohl sein Arzt ihm zur Diät geraten hat, trinkt er weiter süße Getränke. "Wasser allein stillt meinen Durst nicht. Alte Gewohnheiten wird man eben schwer los", sagt er.

Genau deshalb will sich die Regierung nun intensiver um die Mönche kümmern. "Es ist ein dringendes Problem, was wir nicht ignorieren sollten", so Amporn. "Unsere Bemühungen reichen nicht aus." 

Die Mönche seien in Thailand wichtig für die Gesellschaft als spiritueller Anker und man müsse sich mehr um sie kümmern, davon ist Amporn überzeugt.

Mit Material von dpa


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