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Als "Neujahrsgeschenk"

In asiatischen Ländern gelten mit die strengsten Drogengesetze der Welt. Vor allem das Urlaubsparadies Thailand versteht bei Konsum und Handel mit Drogen keinen Spaß – das gilt auch für Marihuana.

Nun legalisiert Thailand jedoch als erster Staat in Asien den Cannabis-Konsum für medizinische Zwecke.

Das thailändische Parlament, eingesetzt von einem Militärregime, hat bereits am Dienstag einstimmig für die Freigabe gestimmt. Künftig darf Cannabis für Medizin und Forschung genutzt werden. (New York Times)

  • Die Gesetzesänderung sei ein Neujahrsgeschenk an die Bevölkerung, sagte der Abgeordnete Somchai Sawangkan. Das Gesetz bringe Linderung für Menschen mit chronischen Schmerzen. 
  • Die Regierung werde noch bestimmen, wie der Anbau geregelt sei, sagte der stellvertretende Regierungschef Prajin Juntong vor der Abstimmung. 

Im Februar sollen Wahlen stattfinden. Beobachter glauben, das Militärregime nutze die Lockerung der harten Drogengesetze als Wahlgeschenk. 

Für den Privatgebrauch bleibt Marihuana aber weiterhin verboten – der Besitz wird mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft.

Pläne, das zu ändern, gibt es bislang nicht.

Mit Material von dpa


Future

Unglücklich bei der Arbeit: Wann sollte ich meinen Job kündigen?

Nadine ist nur noch müde. Es fällt ihr schwer, morgens aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Es fühlt sich an wie Folter

Vor einem Jahr hat sie eine Stelle als Marketingtrainee in einem großen Unternehmen angenommen. Der Wechsel von Hamburg nach München bedeutete, dass sie sich einen neuen Freundeskreis aufbauen musste. Inzwischen hat sie drei Freunde. Sie sagt: "Ich kann mich, wenn ich es schaffe, vielleicht mal am Wochenende mit den neuen Bekannten treffen, aber für alles andere bin ich zu kaputt." Nadine steckte all ihre Kraft und Zeit in ihren vermeintlichen Traumjob: "Nach fünf Monaten war ich total krank und ging trotzdem zur Arbeit. Es wurde von mir erwartet, weil ich ein Projekt beenden musste."

Sie bekommt so viel Verantwortung, dass sie das Gefühl hat, nicht damit umgehen zu können. Ihre Vorgesetzte gibt ihr die Schuld, wenn etwas nicht klappt. Sie spricht mit ihren Chefs, sie will sich kreativ weiterentwickeln können und dürfen. Es hilft nichts. Auch das nächste Gespräch nicht. 

Nadine zweifelt an sich, an dem Unternehmen und daran, dass es der richtige Beruf für sie ist. 

Aber was macht man, wenn aus dem Traumjob ein Albtraum wird? Und wie erkennt man die Signale, die zeigen, dass man den Job wechseln sollte? 

Wir haben zwei Experten zu Nadines Situation befragt: den Coach und Autor des Buches "Arbeit - die schönste Nebensache der Welt", Markus Väth, und Dr. Inga Freienstein, Psychologin und Leiterin des C³ Cologne Career Centers der Rheinischen Fachhochschule Köln. Beide beraten Berufseinsteiger und Young Professionalswie Nadine.

Nadine sei kein Einzelfall, sagt Psychologin Inga Freienstein: "Was Nadine gerade erlebt, geht Vielen in den ersten Jahren des Berufslebens so. Um den Erwartungen von allen Seiten im Job gerecht zu werden, achten Berufseinsteiger oft nicht früh genug darauf, Erwartungen zu klären, und auf einen regelmäßigen Austausch mit Vorgesetzten und Teammitgliedern."