Bild: dpa/Royal Thai Navy
Acht wurden bereits gerettet.

Vier der thailändischen Jugend-Fußballer sind am Sonntag aus der Höhle befreit worden. Das bestätigte ein Sprecher des thailändischen Verteidigungsministeriums (Spiegel Online). Sie wurden sofort mit einem Hubschrauber ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht. 

Die anderen Mitglieder der Jugend-Fußballmannschaft sollen am Montag (Ortszeit) aus der Höhle befreit werden, erklärte das Amt für Katastrophenschutz. "Die Operation heute lief sehr problemlos", sagte der Provinzgouverneur Narongsak Osottanakorn, der die Aktion leitet. "Wir waren heute schneller als erwartet." Jetzt müssten die Taucher die Atemluftvorräte auffrischen, die in der ersten Rettungsphase aufgebraucht worden seien. 

Die Behörden hatten Berichte über die Rettung zunächst nicht bestätigt. In einer offiziellen Mitteilung kurz zuvor hatte es noch geheißen, es sei nicht absehbar, wann die ersten Jungen die Höhle verlassen könnten. Sinkende Wasserstände in der teilweise überfluteten Höhle könnten die Rettungsmission beschleunigt haben. 

Seit wann läuft die Rettungsmission?

Seit Samstagabend (Ortszeit). Aus Sicht der Retter wäre es nur noch gefährlicher geworden, weiter zu warten. Der Provinz-Gouverneur sagte: "Das Wetter ist gut. Der Wasserstand ist gut. Die Taucher sind bereit. Die Jungen sind körperlich, seelisch und psychisch bereit, herauszukommen."

An der Aktion sind Dutzende Taucher beteiligt, auch Experten aus Großbritannien und Australien. Die Jungen wurden die vier Kilometer von ihrem Zufluchtsort im Inneren der Höhle sicher nach draußen gebracht und dabei von Tauchern begleitet. Alle Jungen trugen Atemmasken. 

Mitglieder der australischen Polizei treffen vor der Höhle ein, in der noch immer ein Teil der Fußballmannschaft eingeschlossen ist.

Was war überhaupt passiert? 

Seit dem 23. Juni waren zwölf junge Fußballer zwischen 11 und 16 Jahren und ihr 25 Jahre alter Trainer in einer kilometerlangen Höhle im Norden Thailands eingesperrt. Nach heftigen Regenfällen hatten Überschwemmungen sie dort eingeschlossen. Seitdem verharrten sie in der Dunkelheit. Sie wurden mit Lebensmitteln und Medizin versorgt. 

Erst einen Tag bevor die Rettungsaktion begann, hatte ein Helfer den Familien der Jugendlichen Briefe aus der Höhle übermittelt (bento). Darin schrieben die Jungs: 

"Macht euch keine Sorgen, wir sind alle stark. Wenn wir hier rauskommen, wollen wir viele Sachen essen. Wir wollen nach Hause, so schnell wie möglich." 

Update Montag, 10.18 Uhr

Wie die Behörden in Thailand bestätigten, hat ein erneuter Taucheinsatz begonnen, um die restlichen acht Eingeschlossenen zu retten.

Update, 11.01 Uhr

Der dänische Taucher Ivan Karadzic berichtet, dass die vier aus der thailändischen Höhle geretteten Jungen vor ihrem Tauchgang starke Medikamente bekommen haben. "Die Jungs standen unter Beruhigungsmitteln, damit sie nicht in Panik gerieten", sagte er dem dänischen Rundfunk.

Karadzic war an der Rettungsaktion am Sonntag beteiligt und half etwa auf halben Weg in der überschwemmten Höhle dabei, Druckluftflaschen auszuwechseln. Er sagte außerdem, dass er hoffe, dass die gesamte Rettung am Dienstag abgeschlossen werden könne. 

Die ersten vier Jugendlichen wurden am frühen Sonntagabend nach mehr als zwei Wochen aus der teils überfluteten Höhle im der Provinz Chiang Rai befreit und in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Gesundheitszustand ist nach Angaben der Behörden zufriedenstellend. 

Update, 12.20 Uhr:

Retter sollen mindestens einen weiteren Jungen aus der Höhle geborgen haben. Dies berichtete der Nachrichtensender CNN am Montag unter Berufung auf Helfer. Damit wären fünf der 13 Eingeschlossenen gerettet. 

Update, 15.42 Uhr:

Nach Medienberichten sind drei weitere Jungen aus der Höhle im Norden des Landes gerettet worden. Damit wären acht Kinder nach mehr als zwei Wochen wieder in Sicherheit.

Mit Material von dpa


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