Bild: Nicolas Tucat/AFP/dpa

Fünf Menschen täglich sterben im Schnitt in Deutschland infolge eines Verkehrsunfalls auf einer Landstraße. Häufigste Unfallursache: überhöhte Geschwindigkeit. Doch neue Tempolimits bleiben ein Tabu. Im Sondierungspapier von Union und SPD kommt das Wort nicht vor. 

In Frankreich ist man dagegen weiter: Ab dem 1. Juli gilt dort auf allen Landstraßen Tempo 80. (Tagesschau)

"Geschwindigkeit ist die häufigste Ursache für Unfälle mit Personenschäden", so Premierminister Édouard Philippe, bei der Vorstellung der neuen Geschwindigkeitsbegrenzung vor rund einer Woche. In den vergangenen drei Jahren sei die Zahl der Verkehrstoten in Frankreich jährlich weiter angestiegen. Zuletzt waren es rund 3.500 Verkehrstote. Das neue Tempolimit soll streng kontrolliert werden.

Helfen Tempolimits wirklich?

Automobilklubs und zahlreiche Pendler sind dagegen. Sie glauben nicht daran, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung, wie von der Regierung angekündigt, mehrere hundert Leben jährlich retten könnte. Kritiker betonen, dass bei Fahrten unter Alkoholeinfluss beispielsweise auch kein neues Verbot helfe. 

Zudem gehen viele davon aus, dass das Tempolimit nur ein Vorwand sei. In Wahrheit gehe es der Regierung darum, neue Einnahmequellen zu erschließen.

Regierung will auch gegen Handys am Steuer vorgehen

Doch genau dagegen wehrt sich Premierminister Philippe. Auch andere Regeln sollen verschärft werden. So soll die Nutzung von Handys am Steuer künftig auch zum Führerscheinentzug führen können. Für Fahrer, die wiederholt betrunken am Steuer erwischt wurden, kann sich die Regierung sogar eingebaute Alkoholtests vor dem Start vorstellen. 

Die zusätzlichen Bußgelder soll der Staat übrigens nicht bekommen. Stattdessen will die Regierung das Geld in einem Fond anlegen – für die Versorgung von Unfallopfern.


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Meine Familie wollte, dass ich ihre Metzgerei übernehme – ich habe Nein gesagt
Was passierte, als ich einfach lieber meinen eigenen Weg ging

Ich bin 27, habe meinen Vater und meine Mutter in Frührente geschickt, meinen Opa endgültig in den Ruhestand entlassen und meiner Familie ihrer Identität beraubt.

Nach mehr als 75 Jahren wurde die Metzgerei A. Hauk geschlossen, weil ich lieber Radiomoderator werden wollte, als hinter der Theke zu stehen. Ich wollte nicht, dass mein Traum an mir vorbei wandert.