Bild: Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa

Am Samstag ist US-Präsident Donald Trump 100 Tage im Amt. Kurz vorher will er noch ein weiteres Wahlversprechen einlösen: Steuersenkungen, und das in ganz großem Stil. 

Als "eine der größten Steuersenkungen in der Geschichte der USA" stellte Trumps Wirtschaftsberater Gary Cohn zusammen mit Finanzminister Steven Mnuchinam die geplanten Reformen am Mittwoch vor. Profitieren sollen von diesen Plänen vor allem die Reichen. (SPIEGEL ONLINE)

(Bild: Carolyn Kaster/dpa)
Das sind die geplanten Änderungen:
  • Der Spitzensteuersatz soll von 39,6 auf 35 Prozent gesenkt werden.
  • Die Einkommenssteuerklassen sollen von sieben auf drei reduziert werden – mit Steuersätzen von 10, 25 und 35 Prozent.
  • Der Unternehmenssteuersatz soll von 35 auf 15 Prozent gesenkt werden.
  • Die Erbschaftssteuer soll abgeschafft werden.
  • Der Freibetrag für Ehepaare soll verdoppelt werden.

Wie die Steuersenkungen finanziert werden sollen, ist noch unklar. Finanzminister Steven Mnuchin sagte, ein Wirtschaftswachstum werde dafür sorgen, dass alles für sich selbst zahle. Er deutete jedoch an, dass das Defizit zunächst jedoch steigen könnte. (Tagesschau)

Was sind die Reaktionen?
  • Die Konservativen sind begeistert: So etwa Stephen Moore von der konservativen Heritage-Stiftung. Es gehe darum, Angestellten zu helfen, sagte er gegenüber der CNN: "Das ist das Erfüllen eines Wahlkampfversprechens. Unternehmenssteuern senken, unser Steuersystem modernisieren und vereinfachen. Es ist an der Zeit: Wir haben unser Steuersystem seit 30 Jahren nicht mehr aufgeräumt."
  • Republiker sind skeptisch: Bei Trumps Republikaner befürchten eine Ausweitung des Schuldenbergs, der sich jetzt schon auf 20 Billionen Dollar beläuft. Der Republikaner Tom Cole sagte, das Defizit dürfe nicht noch größer werden. 
  • Die Demokraten sind dagegen: Sie glauben nicht, dass ein Wirtschaftsaufschwung das Geld wieder reinbringen werde. Zudem kritisieren sie, dass die Reformen nur den Reichen zugute kommen werde. Die oberste Demokratin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, sagte: "Das sind Steuererleichterungen für die obersten Schichten, mit ein paar Annehmlichkeiten am Rande, damit es gut aussieht."
Wie geht es jetzt weiter?

Finanzminister Mnuchin kündigte an, dass die Steuerreform noch in diesen Jahr umgesetzt werden soll. Zunächst muss sie jedoch noch vom US-Kongress verabschiedet werden – diesen muss Donald Trump erst noch überzeugen. 

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