Bild: Getty Images/Win McNamee

Der Chefstratege des US-Präsidenten hat die Bedeutung von Pressefreiheit nicht verstanden. In einem Interview mit der "New York Times" machte Stephen Bannon seine Vorstellung über die Rolle der Medien deutlich:

"Ihr seid die Opposition", sagte Bannon. "Nicht die demokratische Partei. Ihr seid die Opposition. Die Medien sind die Oppositionspartei."

Und dann legte der ehemalige Chef der rechtspopulistischen Seite "Breitbart News" noch einmal nach (bento). Die Medien verstünden, dieses Land nicht.

"Sie haben immer noch nicht begriffen, warum Trump Präsident ist. Sie sollten sich schämen und demütig sein und den Mund halten und mal eine Weile lang zuhören."

Die "Elitenmedien" hätten bei den Prognosen für den Wahlausgang zu 100 Prozent falsch gelegen. "Deshalb habt ihr keine Macht", sagte Bannon. "Ihr wurdet gedemütigt."

Was sonst noch an Tag 7 los war:

Obwohl Trump die Wahl gewonnen hat, möchte er sie noch einmal überprüfen lassen. Seine Konkurrentin Hillary Clinton hatte im November die absolute Mehrheit der Wählerstimmen gewonnen – unter anderem weil Menschen ihre Stimme gleich in zwei US-Staaten abgegeben hätten, behauptete Trump bereits Ende November (bento).

Jetzt hat er die Auszählung tatsächlich angekündigt. Und tatsächlich haben US-Bürger zwei Mal gewählt – nämlich Trump-Anhänger aus seinem engsten Umfeld. Wie die "Washington Post" aus der "Sarasota Herald Tribune" zitiert, war Stephen Bannon bei der jüngsten US-Wahl sowohl in Florida als auch in New York als Wähler eingetragen. Auch Donald Trumps Tochter Tiffany war nach Angaben der "Post" in zwei Staaten registriert, nämlich in New York und in Pennsylvania. Gleiches gelte für den künftigen Finanzminister der Vereinigten Staaten, Steven Mnuchin, so die Zeitungen.

In Washington traten gleichzeitig hochrangige Staatsdiener zurück: Das US-Außenministerium verlor fast die gesamte Führungsriege. Vier langjährige Top-Diplomaten gaben am Donnerstag ihr Amt auf – oder wurden entlassen. Das hängt davon ab, welcher Seite man Glauben schenken mag (SPIEGEL ONLINE).

Und was bisher geschah:
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