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Das sind die Fakten, die wir haben.

Bei Angriffen auf die Stadt Duma sind in Syrien zahlreiche Menschen getötet worden. Laut Rettungskräften starben sie durch Giftgas. Die syrische Hilfsorganisation Weißhelme warf dem Regime in Damaskus vor, eine Fassbombe mit Chemikalien abgeworfen zu haben. Dabei seien mindestens 150 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt worden. 

Auch die Hilfsorganisation UOSSM sprach von einem Giftgasangriff und schätze die Zahl der Toten auf "weit über 70". Sie sprach von einer der schlimmsten chemischen Attacken in der syrischen Geschichte.

Was soll den Menschen in Duma passiert sein?

Die Syrisch-Amerikanisch medizinische Gesellschaft Sams berichtete, dass am Samstagabend kurz vor 20 Uhr hunderte Menschen in die klinischen Einrichtungen der Stadt gebracht worden. Die Menschen hätten unter Atemnot gelitten und Herzprobleme gehabt, was typische Anzeichen für Nervengas seien.

Wie beschreiben es die Hilfsorganisationen?

Wie die Hilfsorganisation Weißhelme berichtet, soll ein Hubschrauber zuvor eine Fassbombe mit Chemikalien abgeworfen haben. Sie veröffentlichte außerdem Bilder, die Opfer des mutmaßlichen Angriffs zeigen sollen. Duma gilt als letzte Rebellenhochburg in der Region Ost-Ghuta und ist seit Wochen umkämpft.

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder Giftgasangriffe in dem mittlerweile sieben Jahre andauernden Bürgerkrieg. Allein in 16 Fällen machte die UN-Menschenrechtskommission die syrische Regierung eindeutig für Giftgasangriffe verantwortlich. 

Gibt es politische Reaktionen?

Die US-Regierung prüfe Bericht über einen möglichen Giftgasangriff, teilte Außenamtssprecherin Heather Nauert mit. Sollten sich die Berichte bestätigen, sei eine sofortige Antwort der internationalen Gemeinschaft gefordert. "Die Vereinigten Staaten bemühen sich weiterhin, mit allen verfügbaren Kräften diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die Chemiewaffen einsetzen - in Syrien oder anderswo", sagte Nauert. 

Vor genau einem Jahr hatten die USA auf einen anderen Giftgas-Einsatz reagiert und einen Militärflughafen der syrischen Armee angegriffen. Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatten den Einsatz von Giftgas in Syrien immer wieder als rote Linien bezeichnet.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, dass die Giftgas-Vorwürfe dazu dienen sollten, den Vormarsch der syrischen Armee auf Duma zu stoppen. Das russische Außenministerium bezeichnete die Vorwürfe als Provokationen, die lediglich für die Terroristen und die radikale Opposition von Vorteil seien.

Wie geht es weiter?

Inzwischen haben sich die syrische Regierung und die Rebellen in Duma nach staatlichen Angaben darauf geeinigt, dass die Kämpfer die Stadt verlassen. Alle Kämpfer der Gruppe Dschaisch al-Islam (Armee des Islam), die den Ort kontrollieren, könnten die Stadt sicher verlassen, berichtete die staatliche syrische Nachrichtenagentur. Die Rebellen sollten in den Norden Syriens gebracht werden.

Mit Material von dpa


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