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Zwei Fragen und Antworten zu der deutschen Langzeitstudie

Liebe macht dick – das haben sich sicher schon viele gedacht, wenn sie in der Beziehung ein paar Kilos zugenommen haben. Deutsche Forscherinnen und Forscher haben in einer großangelegten Studie jetzt aber herausgefunden, ab wann genau Menschen in einer Partnerschaft Gewicht zulegen.

Was sind die Ergebnisse der Studie?

Das erste Zusammenziehen ist Schuld daran, dass Paare Gewicht zunehmen – unabhängig davon, ob sie heiraten oder nicht. Zu dem Ergebnis kommen die Forscher, auch wenn man Einflüsse wie Alter, Kinderkriegen, Sport, Rauchen, Gesundheitszustand oder Stress herausrechnet. (Deutschlandfunk Nova)

Mit der Zeit sinkt aber die Gewichtszunahme: Nach dem ersten Zusammenziehen nehmen Paare doppelt so viel zu wie in den ersten vier Ehejahren, heißt es in der Studie, die im Journal "Health Psychology" veröffentlicht wurde. Als Grund dafür sehen die Wissenschaftler veränderte Essgewohnheiten durch den Zusammenzug. Ralph Hertwig vom Max-Planck-Institut und Co-Autor der Studie nennt gemeinsames Frühstücken als Beispiel, "das allein vielleicht nicht stattgefunden hätte oder bescheidener ausgefallen wäre". (NZZ)

Wenn sich ein Paar wieder trennt, dann verschwinden auch die Kilos auf den Rippen wieder, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Der Body-Mass-Index (BMI) sinke wieder auf den Wert vor der Beziehung.

Wie gingen die Forscher vor?

Sie haben die Daten von mehr als 20.000 Deutschen über den Zeitraum von 16 Jahren ausgewertet. Berücksichtigt wurden demografische Daten, darunter Beziehungsstatus, Größe, Gewicht sowie dafür relevantes Verhalten wie etwa gesunde Ernährung, Sport und Rauchen.


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