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Tut es aber zum Glück nicht.

Wie sollte ein guter Politiker sein? Kompetent, würden die meisten von uns auf diese Frage antworten. Intelligent, glaubwürdig, führungsstark. Nicht so sehr jedoch: gutaussehend. Denn um ein Land zu regieren, braucht man ja nicht unbedingt eine gerade Nase.

Dass das Aussehen eines Politikers dennoch einen großen Einfluss auf die Wahlentscheidung haben kann, zeigt nun eine Studie.

Was ist das für eine Studie?

Ein Forscherteam um den Soziologen Ulrich Rosar von der Universität Düsseldorf hat den Zusammenhang zwischen Attraktivität und Wahlerfolg untersucht. Dazu haben sie Testpersonen anhand von Fotos die Attraktivität von 1779 Direktkandidaten bei der vergangenen Bundestagswahl bewerten lassen – auf einer Skala von 0-6. Die Bewertungen wurden dann mit dem tatsächlichen Wahlerfolg der Politiker verglichen. (Universität Düsseldorf)

Was kam dabei heraus?

Rosar und seine Kollegen sagen: Das Aussehen der Kandidaten ist die zweitwichtigste Eigenschaft für deren Wahlerfolg. Noch wichtiger sei nur, wie bekannt die Person ist. Erst an dritter Stelle folgt die Kompetenz der Politiker.

Sie kommen außerdem zu dem Ergebnis, dass ein attraktiver Kandidat bei den Erststimmen bis zu fünf Prozent, bei den Zweitstimmen bis zu drei Prozent mehr bekommt.

Wer sind die attraktivsten Politiker?

In der Studie schnitten diese zwei am besten ab:

Jan Ralf Nolte, 29, aus dem nordhessischen Waldeck: Er ist der am besten bewertete männliche Kandidat. Tatsächlich zog er für die AfD in den Bundestag ein – allerdings nicht über als Direktkandidat.

(Bild: dpa)

Celine Erlenhofer, 29, war Kandidatin der Linken für Dortmund. Trotz Spitzenplatzierung im Attraktivitäts-Ranking schaffte sie es nicht in den Bundestag.

(Bild: dpa)

Auch die Spitzenpolitiker wurden bewertet – kommen allerdings insgesamt nicht so gut weg wie Nolte und Erlenhofer:

Spieglein, Spieglein...
Da hilft auch Brilleputzen nichts: Alexander Gauland (AfD) landet bei den Spitzenpolitikern auf dem letzten Platz.
Ein schwacher Trost, aber immerhin einen Platz vor Gauland: Angela Merkel.
Ob's deswegen nicht geklappt hat mit der Kanzlerschaft? Martin Schulz kommt nur unwesentlich besser weg als Merkel.
Im Mittelfeld: Cem Özdemir (Die Grünen).
Die attraktivere Hälfte der grünen Doppelspitze: Katrin Göring-Eckardt.
Kommt besser an als Gauland: AfD-Parteikollegin Alice Weidel.
Christian Lindners Aussehen war im Wahlkampf oft genug Thema. Auch die Studien-Teilnehmer wählten den FDP-Chef zum attraktivsten männlichen Spitzenkandidaten – unter allen männlichen Bundestagskandidaten schafft er es auf die 30.
Nummer 1 unter den Spitzenkandidaten, bundesweit nur die 52: Die Linke Sahra Wagenknecht.
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Und warum ist dann Angela Merkel Kanzlerin und nicht dieser AfD-Mann?

Weil das Aussehen eben doch nicht alles ist. Auch Forscher Rosar weist darauf hin: Das Aussehen spielt zwar bei den persönlichen Eigenschaften der Kandidaten eine große Rolle. Der wichtigste Faktor bei der Wahlentscheidung ist und bleibt, zu welcher Partei ein Politiker gehört. Wer also die CDU gut findet, wählt nicht den AfD-Mann, bloß weil der schöne Augen hat.

Die Ergebnisse der Studie sind außerdem auch kritisiert worden – unter anderem vom Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer, der entgegnet, dass persönliche Sympathien nur eine untergeordnete Rolle hinter Sachkompetenz, Glaubwürdigkeit und Führungsqualität spielte. (SPIEGEL ONLINE)

Außerdem war die Gruppe der Testpersonen relativ klein – 12 Frauen und 12 Männer bewerteten das Aussehen der Politiker.


Musik

Warum Max und Jonas der Tochter von Frauke Petry einen Song geschrieben haben

Es gibt diese Partys, die einen sofort fühlen lassen: Du bist auch keine 21 mehr. Dann gibt es Rotschweinschorle, Salat und Panna Cotta statt Bier aus Senfgläsern. Es beschleicht einen die Sicherheit, dass man langsam älter wird, dass die Leichtigkeit des Seins vielleicht ein bisschen fehlt und am Ende des Abends sagt man sagt wehmütig Sätze wie diesen hier: "Früher haben wir oft gekotzt." 

Kaum jemand besingt diesen Zustand so unterhaltsam wie Max Kennel und Jonas Meyer, Poetry Slammer aus Stuttgart. Seit 2012 treten sie gemeinsam unter dem Namen Das Lumpenpack auf. Ihre Lieblingsthemen: schlechte Partys, älter werdende Freunde – und die AfD.